Mittwoch, 4. März 2009

Der Sachwalter im Biedermeierbüro Wien-Josefstadt

Es ist Anfang März und es geht mir schon etwas besser, weil ich jetzt die Gewissheit eines fixen Einkommens habe - auch wenn es nur die Berufsunfähigkeitspension ist.
Ja ich bin aus diversen Gründen berufsunfähig.
Ich bin ja zur "Unterdrückerischen Person" erklärt worden und habe daher nicht die geringste Chance im SAP-Bereich (meine beste Berufsausbildung) je eine Arbeit zu bekommen. Auch bin ich psychisch sehr beeinträchtigt, weil ich ja auf der Web-Site des Nationalratsabgeordneten Pilz vogelfrei und zur Verbrecherin erklärt wurde.
Das ist kein lustiges Leben. Aber mein Glaube gibt mir die Kraft, das alles durchzustehen.
Dieser Weg wird kein leichter sein.....
Heute führte mich mein Weg in das ÄUSSERST noble Büro meines neuen Sachwalters, Herrn Dr. Martin W. Er residiert in der Josefstädter Straße, ein paar Häuser neben dem Bundespräsidenten. Da schaue ich aber mit meiner mikrigen Pension, wie Sachwalter so leben und herrschen.
Ich werde in ein Büro mit Möbeln geführt, wo schon Franz Grillparzer gearbeitet haben könnte. Diese Möbeln müssen ein Vermögen gekostet haben, oder sind sie von einer Erbschaft "abgezweigt" worden?

Der kleine Sachwalter mittleren Alters (kleine Männer sind mir immer suspekt, weil sie meistens große Komplexler sind) attestiert mir ein gutes Aussehen. Ich erscheine ihm "fit wie ein Turnschuh". Mit dem Pflegegeld wird es da vorerst nichts. Dass dadurch auch sein Honorar gemindert wird, weiß ich juristisch Unkundige zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht.

Ich lege ihm meinen Schulden-Tilgungsplan vor, es sind ca. 3.000 Euro, die ich im Rückstand bin - inkl. Zahlungsklagen. Auch habe ich auf dem Tabellenkalkulationsprogramm EXCEL einen Zahlungsplan erstellt, den er gerne entgegen nimmt - spart sich der Sachwalter doch dadurch viel ARBEIT, wenn die Entmündigten ihre Buchhaltung weiterhin selber machen.