Mittwoch, 10. März 2010

Pflegschaftsrechnung für eine "Sap:pressive Person" - Sachwalter will EUR 1.330,--

10.März 2010.

Die Rechtspflegerin Nicole FINK am Bezirksgericht Wien-Liesing hat viel zu tun. Daher schickt sie den BESCHLUSS des Gerichtes betreff "Pflegschaftsabrechnung" gleich in doppelter Ausführung an meine Adresse. Ist ja sehr nett, aber man sollte dem Gericht und der österreichischen "Justiz" doch ein bisschen sparen helfen. Gerade jetzt, wo Kopierkosten so hoch sind und die Anwälte darüber klagen, dass eine Seite in Kopie sage und schreibe 1 Euro kostet. Das macht bei einem Gerichts-Akt von 1000 Seiten exakt 1000 Euro (in Worten: Tausend Euro)

Die Pflegschaftsrechnung setzt sich wie folgt zusammen:



Einnahmen des "Mündels" (resp. Suppressive Person): EUR 10.758,68
Ausgaben des "Mündels" (resp. Suppressive Person): EUR 8.424,27
SALDO EUR 2.334,41

werden von der ERSTE Bank (Mündel-Konto)gemäß § 137 AußerstreitGesetz bestätigt.



Weiters ist in diesem BESCHLUSS zu lesen:
Die Entschädigung für die Tätigkeit des Sachwalters im Rechnungslegungszeitraum (2.Juni 2009 bis 29.Januar 2010) wird inkl. Barauslagen in Höhe von EUR 70,--(da hat die Sekretärin des Sachwalters aber gespart) vom Gericht mit insgesamt EUR 580,-- bestimmt. Der Sachwalter, Herr Dr. Martin W., wird ermächtigt, diesen Betrag aus dem Vermögen der Betroffenen zu entnehmen.

Das MEHRBEGEHREN des Sachwalters Dr. Martin W., gerichtet auf eine Pauschalentschädigung in der Gesamthöhe von EUR 1.330,-- wird hinsichtlich eines Betrages von EUR 750,-- MINUS abgewiesen.

Anmerkung der Redaktion:

Während der Sachwalter Dr. W. sich also monatelang nicht um die Angelegenheiten des Mündels (respektive "Unterdrückerische Person") kümmerte, mehrfache Anfragen eines Inkasso-Büros nicht beantwortete, Zahlungen an das Amt für Jugend und Familie trotz Aufforderung desselben vom Konto des "Mündels" nicht tätigte, will er sich vom Mündel-Konto EUR 1.330 abbuchen lassen.

Bei allem Verständnis, dass die Büro-Miete für Nobel-Kanzleien nicht gerade gering ist, die Sekretärin bezahlt werden muss, es auch eine spezielle Putzfrau und Versicherung für die Biedermeier-Möbeln geben muss, außerdem der Anwalt in seinem Porsche täglich von Mödling nach Wien fahren muss, die anderen Sachwalterschaften und Erbschaftsverfahren auch schon ertragreicher waren, die handgefertigten Schuhe und Maß-Anzüge auch nicht gerade billig sind, ist dieser GELD-BETRAG für den kurzen Zeitraum von Juni 2009 bis Januar 2010 einfach ZU HOCH.

Das meint auch das Gericht, bzw. die Rechtspflegerin Nicole Fink, siehe Beschluss. Dafür danke ich ihr hiermit recht herzlich.

Im Mai 2010 wird außerdem die letzte Rate bei der GE Money Bank bezahlt sein. Somit hätte ich ja sicher Geld zur Verfügung. Auch für die Therapie, die der werte "Sachverständige" und Gerichtsgutachter Dr. K. in Mödling in seinem Gutachten empfahl, gibt es natürlich kein Geld.

Sap Persons sollen ja gar nicht gesund werden. Außerdem sind die meisten Psychiater nach der strengen Lehre des Sektengründers ja selbst "Unterdrückerische Personen".

Zur "Arbeitsintensität" des Sachwalters: Laut Außerstreitgesetz steht dem Sachwalter 5 % des Mündelvermögens zur Verfügung. Da der Sachwalter aber extra mit seinem Porsche (es gilt die Unschuldsvermutung) am Freitag, den 18.9.2009 zu einer Verhandlung am Bezirksgericht Wien-Liesing fahren musste und daselbst auch noch eine sehr anstrengende "Konferenz" mit dem Mündel halten musste (10 Minuten) in der er dem Mündel auch noch erklären musste, dass er mit ihr nicht verheiratet ist und das Mündel zu einer Unterschrift nötigte, betreff "hervorragende Erledigung aller Mündel-Angelegenheiten durch den Sachwalter" - ja aus all diesen Gründen ist eine Entschädigung des Sachwalters von 7 % aller Einkünfte des Mündels gerechtfertigt.