Sonntag, 11. September 2011

Vertrag bei A1 - ich bekomme keinen Internet-Anschluss

Letzte Woche wollte ich in einem A1-Shop in Wien-Liesing einen "supergünstigen" Kombi-Vertrag Internet/Handy abschließen. Das wäre wahrhaft günstig gewesen:

1. Gratis-Handy
2. Internet-Anschluss mit unbegrenzten Download-Bits

und vieles mehr.

Ich erhielt bereits die Handy-Nummern und die Sim-Karten ausgehändigt.

Doch welche Überraschung war einige Tage später in meinem Postkasten zu finden:

Telekom A1 AG würde nur für einen Vertragsabschluss bereit sein, wenn ich eine Kaution über 250 Euro auf einem Firmenkonto einzahlen würde.

A1 Schreiben 2. September 2011 

Abgesehen von der Bauernfängerei durch die Telekom bin ich also jetzt ein doppeltes Opfer:
1. Ein Kundenopfer von A1 Telekom AG
2. Ein Sachwalterschaftsopfer in Österreich, das trotz beendeter Sachwalterschaft (Beschluss Bezirksgericht Wien-Liesing vom 21. Juni 2011, erhalten am 10. August 2011) in sämtlichen Schuldnerlisten, Mündellisten, Listen des Kreditschutzverbandes geführt wird.

So ist der Schaden für mich trotz beendeter Sachwalterschaft enorm.
Kauf-Verträge mit diversen Firmen werde ich wohl auf lange Zeit nicht abschließen können.

Und auch die ERSTE Bank wird ihre Verfluchung teilweise aufrecht erhalten.
Wie sagte schon der Leiter der Ombudsstelle der ERSTE Bank, Herr Gerhard Strasser, im Juni 2009:

MIT MÜNDELN VERHANDELN WIR NICHT.

Das wird wohl auch bedeuten:

Mit Ex-Mündeln verhandeln wir nicht.


Stellen Sie sich vor, meine "Berater" von der ERSTE Bank in Mödling bei Wien wollen mich nicht als Kundin.
Daher besuchte ich eine Filiale der ERSTE Bank in Wien-Liesing. Dort traf ich auf einen sehr netten Bankangestellten, der aber auch ein Mensch mit Destillationshintergrund zu sein scheint. Ich bin ja SO GERUCHSEMPFINDLICH.

Aber selbst dieser Bankangestellte schien nicht sehr begeistert von der Tatsache, mich als Kundin betreuen zu müssen.

So trage ich dieses Stigma "Mündel", "Ex-Mündel" wie einen unsichtbaren - in den Datenbanken der Firmen, Banken, Gerichte, Kreditschutzverband etc. - wie einen Judenstern weiter mit mir herum.
Darüber bin ich sehr traurig. Ich möchte doch ernst genommen werden.

Jeder Jugendliche über 14 Jahren hat mehr Rechte als ich.

So hat zum Beispiel die Angestellte in der Therme Oberlaa, Frau Michaela Süßmayer, zu mir gesagt: Wir müssen Sie jetzt leider wie eine Jugendliche, bzw. wie ein Kind behandeln.

Mir graut vor dem SC-Staat, wo nur die Clears über die vollen Bürgerrechte verfügen.