Freitag, 31. Dezember 2004

Dezember 2004: Fristlose Entlassung und Tsunami in Süd-Ost-Asien

Das Jahr 2004 war für mich ein Schicksalsjahr. Im April 2004 habe ich noch die Obersten Organe (Präsidentschaftskanzlei, Parlamentsdirektion, Verfassungsgerichtshof, Verwaltungsgerichtshof, Volksanwaltschaft, Rechnungshof) für HV-SAP produktiv setzen dürfen, am 1. Dezember 2004 (ein Mittwoch) bin ich fristlos im Bundesrechenzentrum (im Krankenstand als Mitglied der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst) entlassen worden (ich erhielt einen eingeschriebenen Brief ans Krankenbett), am 2. Dezember 2004 bin ich im Auftrag meiner SC-Vorgesetzten (persönlich konnten sie mir nicht in die Augen sehen) vom Juristen der BRZ GmbH wie eine Verbrecherin durch das Bundesrechenzentrum in der Hinteren Zollamtsstraße 4 geführt worden. Ich war dem Spott und Hohn der anderen Mitarbeiter auf allen Etagen des Bundesrechenzentrums ausgesetzt.

Dieser Dezember 2004 ist auch vielen Menschen rund um den Globus in grauenhafter Erinnerung. Am Sonntag, den 26. Dezember 2004 (heuer fällt der Stefanitag wieder auf einen Sonntag) gab es ein großes SEEBEBEN in Südost-Asien und viele Menschen sind dort ums Leben gekommen. Genau an diesem Tag hatte ich eine wunderschöne Vision von der Wiederkunft des Herrn (das darf ich als amtlich beglaubigte Verrückte) – vielleicht hat aber auch nur die CIA dieses schöne Bild in mein Gehirn gedrückt – wer weiß? Ich hatte ja diese Vision in einer amerikanischen Gemeinde in Wien, wo es nur so von der Agency wimmelt.

Aber nun zur chronologischen Aufarbeitung der Ereignisse rund um meine Entlassung aus der Bundesrechenzentrum GmbH im Dezember 2004:

Mittwoch, 1. Dezember 2004: Ich liege zu Hause krank im Bett. Der Briefträger läutet und überreicht mir eingeschrieben die fristlose Entlassung als Angestellte in der Bundesrechenzentrum GmbH. Begründung: Ich habe mich – als ich in die Brz Academy in die Modecenterstraße im dritten Bezirk von Wien zu einem Kurs ging – mit der Stechkarte (Zeiterfassung für Arbeitnehmer) am Eingang des Bundesrechenzentrums nicht abgemeldet. Ich rufe beim Betriebsrat und im Personalbüro an und bekomme am nächsten Tag bereits einen Termin. Der primitive SPÖ-Betriebsrat beschimpft mich am Telefon und dann am nächsten Tag auch noch persönlich. Er habe schon seine Weihnachtsreise in die Karibik gebucht und ich mache ihm nur unnötig Arbeit.

Donnerstag, 2. Dezember 2004, 3 Uhr früh: In dieser Nacht kann ich natürlich nicht schlafen. In den Morgenstunden jenes 2. Dezember 2004 – kurz nachdem ich dann doch ein bisschen eingenickt bin – träume ich folgenden Albtraum: Auf das Gebäude des Bundesrechenzentrums in der Hinteren Zollamtsstraße 4 wird ein Sprengstoff-Anschlag verübt. Überall liegen verkohlte Leichen. Vom Gebäude ist nur mehr das Gerüst zu sehen. Über dem Gebäude schwebt in einem riesigen schwarzen Mantel (wie eine Fledermaus) der Fürst der Finsternis, der sich als der Geschäftsführer Neumann zu erkennen gibt bzw. sich in diesen verwandelt. Ich selbst gehe durch die rauchenden Gemäuer, muss über Leichen steigen. Es ist unerträglich. Ich verwandle mich im Traum in eine blau-milchig-weiße Kugel, die von diesem Ort des Grauens in der Hinteren Zollamtsstraße wegschwebt.

Donnerstag, 2. Dezember 2004: Bundesrechenzentrum, Hintere Zollamtsstraße 4, 1030 Wien, Portier: Ich melde mich beim Betriebsrat und in der Personalabteilung an und der Jurist des Hauses, Mag. Roland Sauberer, holt mich ab und führt mich wie eine Gefangene in das Büro der Personalabteilung der Brz GmbH. Dem Personalchef Dr. Schicho ist es sichtlich peinlich, dass er mich auf so eine Weise entlassen muss. Ihm ist ja bekannt, dass dies nicht ganz rechtens ist. Es hätte vor der fristlosen Entlassung zumindest eine oder zwei Abmahnungen geben müssen. Aber bei der Psychosekte und speziell beim "Office for Special Affairs", wo mein Chef Ing. G. die Ausbildung erhielt, gelten andere Gesetze, denen ich mich offenbar jetzt bedingungslos zu unterwerfen habe. Unter dem Gelächter meiner Arbeitskollegen darf ich noch einmal mein Büro betreten. Da ich ja bei den Projekten SAP im Bundeshaushalt (d.h. in allen Bundesministerien und Obersten Organen) mitarbeitete, hatte ich sehr viel Papier, Skripten und Fachbücher in meinem Büro. Eine Sekretärin, die keine Ahnung von der Materie hatte, übernahm die Aufsicht bezüglich Abtransport meiner persönlichen Sachen, Akten, kleinen Souvenirs. Ich hatte z.B. vom Rechnungshof alte Bundesrechungsabschlüsse geschenkt bekommen. Die Sekte hat gute Methoden entwickelt, „Potential Trouble Sources“ mit einem Schlag aus ihren Reihen zu entfernen. Das habe ich in diesem Dezember 2004 am eigenen Leibe erlebt.

Freitag, 3. Dezember 2004: Ein Ministerialrat vom Rechnungshof, den ich im Bereich SAP unterstützte (SAP und der Bundeshaushalt, das war mein Lebensinhalt zu dieser Zeit) bot mir an, mit dem Auto meine Skripten (ich hatte auch von der Firma SAP viele Skripten von meinen zahlreichen Ausbildungen) und persönlichen Gegenstände von meinem Büro abzuholen. Nach jahrelanger Arbeit hatte sich in meinem Büro im 1. Stock in der Hinteren Zollamtsstraße einiges angesammelt. Man hatte bereits meine Skripten in Kartons verpackt und so konnten wir die Gegenstände in den Parkbereich im Keller transportieren. Das war der letzte Tag, an dem ich meinen geliebten Arbeitsplatz betreten durfte. Der Keller des Bundesrechenzentrums sollte mich in den folgenden Jahren noch in vielen Träumen beschäftigen.

Montag, 6. Dezember 2004: Der Behinderten-Beauftragte des Brz (Mitglied des Betriebsrates) ruft mich am Abend an und redet mir ein Loch in den Bauch. Wenn er das vorher gewusst hätte, er hätte mir helfen können. Er hat so viel „Ungereimtheiten“ im BRZ mitbekommen, aber ihm sind die „Hände gebunden.“ Auf jeden Fall ist meine Entlassung nicht ganz legal, es hätte Abmahnungen geben müssen. Aber bei der Psychosekte SC-Epitarsis gelten eben andere Gesetze.

Donnerstag, 9. Dezember 2004: Ein Angestellter der Personalabteilung der Brz GmbH (mit bundesdeutschem Akzent) ruft mich an und gratuliert mir: Ich hätte beim BRZ-Contest einen Preis gemacht. Mein Vorschlag, den ich einreichte, war: Die BRZ-Website www.brz.gv.at auch in englischer Sprache anzubieten. Auf die Idee war ich gekommen, als ein Scheich aus Oman das Bundesrechenzentrum besuchte und von unserem österreichischen elektronisch verfügbarem Grundbuch begeistert war. Solche Informationen über den ersten IT-Dienstleister des Bundes in Österreich müsse man auch in englischer Sprache anbieten. Da es mir (als „Suppressive Person“) ja fortan nicht erlaubt sein würde, meine ehemalige Arbeitsstelle, das Bundesrechenzentrum in Wien, betreten zu dürfen, könne ich also auch nicht an der Preisverleihung im großen Saal teilnehmen. Daher würde man mir das Dekret per Post zusenden und das Preisgeld (EUR 300,--) auf mein Girokonto überweisen.

Freitag, 10. Dezember 2004: Im Schwimmbad des Fitness-Clubs "Holmes Place" sehe ich Mag. Schmid, derzeit noch Geschäftsführer der Brz GmbH – aber bereits auf der Abschussliste der Psychosekte. Als Trost höre ich in der Adventzeit immer wieder ein Lied von Gerd Steinbäcker (STS): „Ja, sie wissen alles besser und tuan als wie wer und wennst a poar Frogen host, legn sie sie quer“
Samstag, 11. Dezember 2004: Ich fahre mit Freunden zum Adventmarkt nach Rohr im Gebirge. Ja, dieses wunderschöne Schneeberg/Raxgebiet hat schon immer meine Seele geheilt. Die Menschen sind dort so direkt, so einfach, so von der harten Arbeit geprägt. Die Fron war jahrhundertelang ihr Schicksal. Sie haben es geschafft, unter schwersten Bedingungen – Rohr gehört zu den Kältepolen Österreichs – zu überleben.

Montag, 13. Dezember 2004: Der Behindertenanwalt der Brz GmbH ruft mich am Abend wieder an. Ja, am Mittwoch sei die von mir so geliebte Weihnachtsfeier des Bundesrechenzentrums. Er werde an mich denken. Meine psychischen Qualen erreichen den Höhepunkt. Ich glaube, ich habe noch nie so viel in meinem Leben geweint, wie in dieser Woche im Dezember 2004. Die Psychosekte SC-Epitarsis und das „Office for Special Affairs“ haben ihr Ziel erreicht: Ich fühle mich schuldig, ich fühle mich für etwas verantwortlich, was ich nicht getan habe. Die Tatsachen-Umkehrung, das Schuldig-Machen von "Unterdrückerischen Personen" ist eine altbewährte Methode der Geheimdienste. In diesen Wochen des Advent 2004 kann ich mir noch keinen Reim machen, in welche verbrecherischen nationalen und internationalen Machenschaften ich hier hineingezogen wurde.

Mittwoch, 15. Dezember 2004: Heute ist Weihnachtsfeier im Bundesrechenzentrum. Der Behinderten-Beauftragte ruft mich wieder an. Ich höre im Hintergrund schon das geschäftige Treiben der Vorbereitungen im Bundesrechenzentrum. Warum muss der Mann mich unnötig quälen? Ich beschließe, ins Schneebergland zu fahren.

Dienstag, 21. Dezember 2004: In einer aufgelassenen Kohlebergwerks-Hütte an den Südhängen des Schneebergs vergesse ich meinen Kummer, meine Wut und meine Trauer. Ich habe ja noch nicht ansatzweise erfasst, was mir in den kommenden Jahren blühen wird, mir als „Unterdrückerische Person“. Derweil übergebe ich all meinen Schmerz, meine Tränen der Natur, ich erzähle es den Bäumen in Prigglitz und Bürg-Vöstenhof. Die Natur straht so einen Frieden aus. Ab und zu springt ein Reh eilig über die beschneite Waldwiese. In der Nacht leuchten die wenigen Häuser in der Ferne mit ihrem Christbaumschmuck. Hier in den Wäldern rund um die Hausberge von Wien scheint man noch nicht all zu viel mitbekommen zu haben vom Projekt „Kläre Österreich“, seinen Opfern und seinen Tätern.

Freitag, 24. Dezember 2004: Heiliger Abend in den Bergen. Wir fahren die Forststraße hinauf und schauen hinunter ins Wiener Becken (auch Wiener Boden genannt) Die Nadelbäume sind reich bestückt mit Mistelzweigen. Aus dem Auto lassen wir folgendes Lied von Xavier Naidoo klingen: Ich lasse Dich nicht Herr Jesus – auch wenn mein Schmerz bis an den Himmel reicht....

Samstag, 25. Dezember 2004: An diesem Tag besuche ich den Stephansdom. Kardinal Christoph Schönborn hält eine sehr schöne Weihnachtspredigt. Der Dom ist wie immer gestopft voll. Der Kardinal erzählt über die Erde, die innen glüht. Ich bekomme es mit der Angst zu tun. Ist das etwa eine ahnungsvolle Predigt in bezug auf den nächsten Tag?

Sonntag, 26. Dezember 2004 – 10 Uhr 15 bis 12 Uhr: Stephanitag nennt man diesen 26. Dezember in Österreich und wohl auch im südlichen Deutschland. Der Heilige Stephanus hat ja sterbend seinen Mördern vergeben. Der Stephansdom, die zentrale Kirche im Herzen von Wien, ist diesem Heiligen geweiht. Normalerweise besuche ich am 26.12. immer einen katholischen Gottesdienst, weil ich das Evangelium, das an diesem Tag verkündet wird, besonders liebe. Es heißt da in der Lesung: „Wenn man Euch vor Gerichte schleppt, verleumdet, verklagt und verspottet, dann habt keine Angst, macht Euch keine Sorgen darüber, was Ihr reden sollt, wie Ihr Euch verteidigen sollt, denn ich werde Euch einen anderen Beistand senden, den Heiligen Geist. Er wird Euch eingeben, was Ihr sagen sollt, wie Ihr Euch verteidigen sollt.

Sonntag, 26. Dezember 2004 – Abendgottesdienst in Wien: Zu Weihnachten habe ich immer so einen Hunger nach dem Wort, nach dem Wort Gottes. Da kommt es schon vor, dass ich 2 oder 3 Mal in die Kirche gehe. Sie werden sagen, das ist ja eine echte „Kerzerl-Schluckerin“. So bin ich auch noch am Abend in einem Gottesdienst einer amerikanischen Freikirche in Wien-Landstraße. Es gibt himmlische Weihnachtsmusik, gesungen von einer Opernsängerin aus Sri Lanka. Und während ich so singe, meditiere und weine, habe ich ein wundervolles Bild vor meinen Augen. Christus selbst steht vor mir in einem goldenen Licht, mit einem goldenen Gewand, er erfasst meine kleine Hand und führt mir jeden meiner Kollegen im österreichischen Bundesrechenzentrum vor, jeden Einzelnen: Alle, die mich denunziert haben, die Aufzeichnungen über meine angeblich zu langen Mittagspausen geführt haben, jene, die mich zur "Unterdrückerischen Person" erklärt haben und jene, die mich ungerechtfertigt entlassen haben. Jeder Einzelne, jede Einzelne wird in diesem inneren Bild an mir vorbeigeführt. Und der Herr selbst sagt zu mir: „Vergib ihm, vergib ihr.“ So gehe ich versöhnt und glücklich aus diesem Weihnachtsgottesdienst an diesem historischen 26. Dezember 2004. Ich hörte aber bereits in den Mittagsnachrichten, dass es eine große Flutwelle in Südost-Asien gegeben hat – mit mindestens 10.000 Toten. Nach dem Gottesdienst fahren wir zur Hütte ins Schneebergland. Noch ist alles friedlich, schön. Ich sage aber noch zu mir und meinen Begleitern: Es wird mehr als 10.000 Tote geben.
27. Dezember 2004: „State of Fear“ (Welt in Angst) heißt ein Buch von Michael Chrichton. Ich bin stolz, dass auch der berühmte Physiker Prof. Franz Zeilinger aus Wien es zu seinen Lieblingsbüchern zählt. Es beginnt mit einer Szene in Paris, wo ein Physiker in einem großem Schwimmbecken künstlich Tsunamis mit starken Wellen zu erzeugen versucht. "Honni soit, qui mal i pense." Heute wird durch die Medien schön langsam das tragische Ausmaß dieser Katastrophe in Thailand und den umliegenden Ländern bekannt. Viele ÖsterreicherInnen fliehen ja vor dem Heiligen Abend und seinen emotionalen Problemen ins warme Ausland. Weihnachten hat in Österreich eine große Tradition, kommt ja nicht zuletzt das weltbekannte Lied „Stille Nacht, Heilige Nacht“ aus Salzburg. Viele Menschen haben Angst, am Heiligen Abend alleine zu sein oder von ihrer Verwandtschaft gequält zu werden. Daher fahren sie gerne in asiatische Länder, wo ganz anderen Kulten gehuldigt wird und wo vom Jesus-Kindlein weit und breit nichts zu sehen ist. Daher gibt es auch viele, viele österreichische Opfer zu beklagen. Die Außenministerin und ihr Büro scheinen heillos überfordert zu sein.
28. Dezember 2004: In all dem Trubel rund um die Tragödie in Süd-Ost-Asien vergesse ich mein persönliches Leid. Mein Leid, meine Probleme, dass ich nämlich wieder zum Arbeitsamt gehen muss und mich arbeitssuchend melden muss. Mir graut.

31. Dezember 2004: Der letzte Tag des Jahres hat begonnen. Viel ist geschehen in diesem Jahr, nicht nur in meinem Arbeitsleben, sondern auch weltweit. Ich sitze in einem Cafe in Gloggnitz in Niederösterreich (Bezirk Neunkirchen) Ich genieße die Melange. Mein Gegenüber – ein Krankenpfleger – teilt mir mit, er möchte am liebsten ins Katastrophengebiet. Es gibt schon viele freiwillige Helfer aus Österreich, die nach Thailand geflogen sind. Hurra, wir leben noch, Hurra wir leben noch. Das Leben geht weiter. Unsere Schutzengel mögen uns auch weiterhin so gut geleiten. Wir danken und schreien es hinaus in die Winterlandschaft rund um den Schneeberg und die Rax: HURRA - WIR LEBEN NOCH. Trotz Verfolgung durch Scientis, Büro für Spezielle Angelegenheiten und andere böse Menschen. HURRA - WIR LEBEN NOCH!

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