Samstag, 3. März 2007

Verleumdungstechniken der Geheimdienste

Heute ruft mich eine befreundete Anwältin an und erklärt am Telefon aufgeregt, dass ich auf www.peterpilz.at einerseits als Scientologin denunziert werde, die tonnenweise Material aus dem Finanzministerium, Bundesrechenzentrum, Rechnungshof etc. gestohlen habe.

Andererseits werde ich als Sektengegnerin bezeichnet, die einen Verein gegen die Sekte gegründet haben soll.
Meine genaue Wohnadresse, meine Telefon-Nummer und meine Email-Adresse werden angegeben. Ich hätte einen Verein der Antilogen gegründet.

Ich rufe im Büro des Grünen-Chefs Alexander van der Bellen an. Die Telefon-Nummer wird gelöscht. Mehr erlaubt die Sekte nicht.

Ich bin nervlich am Ende. Ich darf diese Nacht bei meiner Freundin verbringen. Eine andere Freudin bietet mir eine Reise in die Steiermark an. Sie kennt die Mutter von Peter Pilz recht gut. Vielleicht kann man da was machen.

Im Internet finde ich einen Anwalt, Dr. Scherbaum, der dem Grünen Klub und dem Betreiber der Web-Site "Verein für Freunderlwirtschaft" ein Schreiben sendet: Man möge diese Denunzierungen löschen, ansonsten wird mit Klage gedroht.

Zu diesem Zeitpunkt ist die Eurofighter-Debatte rund um den parlamentarischen Untersuchungsausschuss auf dem Höhepunkt und täglich greifen Tausende im In- und Ausland auf die Web-Site www.peterpilz.at zu (Die Web-Site ist ein politisches Tagebuch des Nationalratsabgeordneten Dr.Peter Pilz.)

Die Anti-Defamation-League und verwandte Organisationen wie Bai Bith haben ganze Arbeit geleistet. Das Büro für spezielle Angelegenheiten weiß schon, wie man Menschen demütigt und gesellschaftlich komplett vernichtet. Aber das soll ich erst später erfahren.

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