Montag, 20. Juni 2011

Aufhebung der SW: Bezirksgericht Wien-Liesing: Erörterung des Sachverständigengutachtens

Heute um 12 Uhr war ich also beim Bezirksgericht Wien-Liesing geladen. Vor der Tür im 1. Stock saß eine blonde Dame in Jeans. Dann kam auch noch der Gutachter Dr. Kögler. Beide wurden vom Richter ins Zimmer gerufen. Nach ca. 2 Minuten wurde dann auch ich ins Zimmer des Richters gerufen. Es stellte sich heraus, dass die blonde Dame die Vertretung des Sachwalters Dr. W. ist, aber nicht der Rechtsanwaltskanzlei Dr. W. angehört. So machen die Rechtsanwälte also ihr Geld. Mehr zum Thema "Sachwalterschaftsmissbrauch durch geldgierige Rechtsanwälte" erfahren Sie am 1. Juli in der ORF-Sendung "Schauplatz Gericht".

Protokoll BG Wien 23 - Verhandlung zur Aufhebung der Sachwalterschaft Mag. Hoedl 20. Juni 2011 

Nun zurück zur Verhandlung am Bezirksgericht Liesing. Der Richter Mag. Zucker fragte mich, ob ich das psychiatrische Gutachten von Dr. K. erhalten habe. Nein, antwortete ich, ich habe das Gutachten nicht per Post erhalten. Dann fragte mich der Richter - nachdem er mir das 13-seitige psychiatrische Gutachten übergeben hat - ob ich einen Einwand gegen den Inhalt des Gutachtens hätte.



Das muss man sich vorstellen: Einerseits bin ich entmündigt wegen psychischer/geistiger Beeinträchtigung. Andererseits verlangt das Gericht von mir, dass ich in EINER HALBEN MINUTE den Inhalt eines 13-seitigen psychiatrischen Gutachtens erfasse.

Geistesgegenwärtig fragte ich den Richter, auf welcher Seite des Gutachtens ich erkennen sollte, dass die Entmündigung/Sachwalterschaft meiner Person aufgehoben werden soll.

So konnten wir dennoch über einige Punkte des Gutachtens und der Aufhebung der Sachwalterschaft sprechen.

Beschluss 21. Juni 2011 - Aufhebung der Sachwalterschaft Pflegschaftsverfahren Mag. Hoedl 

Ich verlange natürlich eine PFLEGSCHAFTS-ABRECHNUNG des Sachwalters und schriftliche Bestätigungen der Firmen, dass ich keine offenen Posten, keine offenen Rechnungen habe. Ich bin sozusagen schuldenfrei. Das möchte ich schriftlich bestätigt haben.

Die Vertreterin von Dr. W. - Frau Vaskovic oder so ähnlich - hatte keine Ahnung von meinem Fall. Sie kannte den Pflegschafts-Akt nicht. Sie war relativ verzweifelt wegen ihres Jobs, den sie da für andere Rechtsanwälte machen muss, weil diese sich nicht zu Gericht trauen. Sie arbeitet offenbar nicht für die Kanzlei W. 

Am Ende der Verhandlung habe ich noch um Verfahrenshilfe für das psychiatrische Gutachten und die Anwesenheit des Gutachters bei Gericht (weitere 60 Euro) gefeilscht.

Mein Schicksal liegt also nun in den Händen des Richters Mag. Zucker: Der Arme, er muss vor dem Urlaub noch so viele Beschlüsse schreiben: Obsorge, Sachwalterschaften und vieles mehr. Ich beneide ihn nicht.

Das Geheimnis der Mag. Hoedl: Sie kann gerichtlich beeidete psychiatrische Gutachter zum Lachen bringen (die haben sonst nicht viel zu lachen)

Am Ende der Verhandlung bringe ich sogar den düsteren Psychiater zum Lachen: Ich sagte: Ohne Dr. W. hätte ich mir niemals 4.400 Euro auf dem Girokonto gespart!!! 

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