Samstag, 2. Juli 2011

Am Schauplatz Gericht - Omas Millionen - ORF 2 am 1. Juli 2011

http://tv.orf.at/program/orf2/20110701/539043501/317102/

ORF SCHAUPLATZ GERICHT am 1. Juli 2011 - Omas Millionen

Bei dieser Sendung haben wir wieder einiges über SACHWALTERSCHAFT in Österreich dazugelernt. Auch ist mit höchster KLARHEIT die Frage beantwortet worden, WARUM der Sachwalter Dr. Michael RAMI (Kanzlei Gheneff-Rami, 1040 Wien) die Zahnarzt-Rechnung von Frau Sieglinde Staub nicht bezahlt, andererseits aber Millionen auf ihren Konten anhäuft und ein Mal 70.000 Euro vom Mündel-Konto abzieht und ein zweites Mal 50.000 Euro vom Mündelkonto abzieht.

DIE ANTWORT IST SONNENKLAR: Je mehr Geld auf den MÜNDELKONTEN ist, desto mehr kann der Sachwalter in der gesetzlich verankerten PFLEGSCHAFTSRECHNUNG für sich abbuchen: 5 bis 10 Prozent vom Vermögen der KURANDIN (früher Mündel) genannt.
Seit 19. Mai 2009 ist durch das Budgetbegleitgesetz im Nationalrat die Grenze für die Anzahl der Sachwalterschaften pro Rechtsanwaltskanzlei von früher 25 Sachwalterschaften auf UNBEGRENZT aufgehoben worden. So kann man wirklich gutes Geld machen, auch wenn man/frau als Rechtsanwalt sonst keine glamuorösen Mandanten an Land ziehen kann. Mit 200 bis 300 Sachwalterschaften kann man pro Jahr auf diese Weise 50.000 Euro mal 200 ist gleich EINE MILLION EURO verdienen. So können die Kanzlei-Miete an der Nobeladresse, der BENTLEY und die Angestellten locker weiter finanziert werden. Ich denke, ich werde mein JUS-Studium auch noch beenden, dann kann ich auch sehr viel Geld machen mit der Juristerei und den Sachwalterschaften und muss nicht mehr um 29 Euro mit dem ZUG in den Urlaub fahren! JÖ - ich freue mich schon!

OMAS MILLIONEN - der rechtliche Hintergrund

Wer nach Ansicht des Gerichts geistig nicht mehr in der Lage ist, seine Geschäfte ohne Nachteil für sich selbst zu besorgen, bekommt einen Sachwalter. Findet sich kein geeigneter Angehöriger, wird vom Gericht in den meisten Fällen ein Rechtsanwalt bestimmt. Und der verwaltet dann sowohl Einkommen als auch Vermögen. Für manche alten Menschen ist das die finanzielle Rettung, viele empfinden die gefühlte „Entmündigung“ aber auch als Katastrophe. Und die Verwandten müssen oft hilflos dabei zusehen, wie erstaunlich hohe Beträge aus dem Familienvermögen auf das Konto eines sachwaltenden Anwalts wandern.

74.000 EURO AUFWANDSENTSCHÄDIGUNG

Die resolute, 81jährige Kommerzialrätin, Frau Sieglinde STAUB, residiert in einer schönen Villa in Wien-Hietzing. Sie hat im Leben schon viele Widrigkeiten überstanden, sich aus kleinen Verhältnissen zu beachtlichem Wohlstand hochgearbeitet und hat sich meistens gut durchsetzen können.

Schwammige Abrechnungen

Doch seit ihr vom Gericht ein gewisser Dr. K. als Sachwalter zugeteilt worden ist, muss sie hilflos zusehen, wie ihr Vermögen dahinschmilzt. 74.000 Euro hat der Herr Doktor in seiner letzten Rechnung als „Aufwandsentschädigung“ verrechnet, dabei hätte er sich bei ihr nie blicken lassen.

Frau Sieglinde Staub, ihr Sohn und ihr Anwalt

Kommerzialrätin S., hier mit Sohn und Rechtsanwalt, versucht nun mit Hilfe des Gerichtes den Sachwalter loszuwerden.

SACHWALTER VERKLAGT ANGEHÖRIGE
102-Jährige, ORF

Dieser Dr. K. kommt aber auch noch in einem anderen Beschwerdebrief an die Redaktion vor. Die Tochter einer 102 Jahre alten Dame ärgert sich darüber, dass sie der Rechtsanwalt, der ihre Mutter jetzt besachwaltet, verklagt hat.

Sachwalter fordert 145.000 Euro

Jahrelang hätte sie sich aufopfernd um die greise Mutter gekümmert, jetzt soll sie auf einmal 145.000 Euro zurückzahlen, die sie von der Mutter geschenkt bekommen hat. Und der Sachwalter wäre kaum je im Pflegeheim aufgetaucht.

Sylvia S. inmitten ihrer Unterlagen, die sollen beweisen, dass der Sachwalter ihrer Mutter sie zu Unrecht verklagt hat.

Kann Kommerzialrätin S. ihre Ersparnisse retten? Was kann Sylvia S. gegen die Klage des Sachwaltes ihrer Mutter tun? Das zeigen wir Ihnen in der nächsten Sendung "Schauplatz Gericht" am 1. Juli 2011.

1 Kommentar:

  1. Sehr geehrte Frau Habsburg!
    Wir freuen uns, dass Sie unsere Sendung offenbar mit großem Interesse verfolgt haben. Wir möchten Sie aber auf einen Fehler in Ihrer Darstellung hinweisen: Sachwalter in den drei Fällen ist nicht Dr. Rami, sondern Dr. K.
    Dr. Rami vertritt nur Dr. K. in Medienangelegenheiten und war das Sprachrohr für Dr. K., der uns kein Interview geben wollte.
    Wir werden übrigens in weiteren "Schauplatz Gericht" (bitte ohne "am")Sendungen brisante Sachwalterschaftsfälle behandeln. Das Interesse des Publikums war enorm.
    Mit freundlichen Grüßen
    Nora Zoglauer
    Redaktion Schauplatz Gericht

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