Donnerstag, 13. Dezember 2012

Banken und Banditen: Vier-Augen-Prinzip für Mündelgeld aber nicht für Verzocken von Steuergeldern im Öffentlichen Haushalt

Vier-Augenprinzip bei Banken und Finanzverwaltung der Körperschaften Öffentlichen Rechts – Österreich ist anders?

Eine Beamtin der Salzburger Landesregierung verzockt in elf Jahren 340 Millionen öffentliche Geld, arbeitet mit ca. 50 Banken zusammen und niemand will etwas bemerkt haben

Mit Schaudern und Wut erinnere ich mich an die Bittgänge jeden ersten des Monats – während aufrechter Sachwalterschaft von Januar 2009 bis August 2011 - zur ERSTE Bank, wo ich als Polit-Mündel im Auftrag des Bundesministeriums für Finanzen für den gesamten Monat zwischen 250 und 400 Euro abheben durfte.

Zuerst musste ich zum Türken ins Internet-Cafe Wien-Atzgersdorf gehen und ein gmx-mail an die Filiale der ERSTE Bank schreiben und darum bitten, dass ich von meinem eigenen Geld wieder ein paar Euro zum Überleben von meinem Konto bei der ERSTE Bank abheben darf.

Ich musste der Bankangestellten Mag. Ulrike Vokroj-Ossig in Mödling auch mitteilen, bei welcher Bank ich mein eigenes Geld – mit PERSONALAUSWEIS – abheben darf.

Die Bankangestellte Frau Vokroj schrieb dann ein Mail an die jeweilige Filiale der ERSTE Bank, dass ich an diesem Tag mein eigenes Geld in BAR abheben darf.

Die Kontoauszüge konnte ich nicht mehr ausdrucken in den Foyers der ERSTE Bank – das hat der Sachwalter Dr. W. gesperrt.

Wenn ich zum Beispiel in die Filiale der ERSTE Bank in der Breitenfurter Straße (1230 WIEN) erst am Nachmittag ging, um das Geld abzuheben, musste die Bankangestellte noch einmal in der ERSTE Filiale in Mödling anrufen. Dort war dann niemand mehr erreichbar und ich musste dasselbe Spiel mit Telefon oder Mail an die ERSTE BANK in Mödling wiederholen. Sie verstehen nun meine Aussage, liebe Leserschaft: DIE ERSTE BANK MACHT MICH KRANK.

BEI JEDER GELDABHEBUNG über 300 Euro (mit denen ich übrigens den gesamten Lebensunterhalt für ein Monat bestreiten musste, während sich auf meinem Giro-Konto die Tausender häuften) sagte die Bankangestellte/der Bankangestellte zu einer Kollegin, einem Kollegen: ICH BENÖTIGE EINE FREIGABE.

VIER-AUGENPRINZIP bei Banken und der Bundesbuchhaltung

Es herrscht also nicht nur bei der Finanzverwaltung des Bundes und der österreichischen Bundesländer VIER-AUGEN-PRINZIP, sondern auch bei den Banken.

Und nun zum Salzburger Finanzskandal rund um die verzockten 340 Millionen Euro:

Es ist in der Tat sehr schwer vorstellbar, dass ein einfaches Bauernmädchen aus Pischelsdorf am Engelbach in Oberösterreich mit dem klingenden Namen „RAT-GEBERIN“ über elf Jahre mit Beträgen aus Steuergeldern auf internationalen Aktienmärkten gespielt hat, ohne dass je ein zweiter Beamter sein Okay für diese Spekulation in Millionenhöhe gegeben hätte.

Die vielen Banken und ihre Angestellten, die ja bei den kleinen Kunden sehr pingelig sind, müssten doch einmal auch die Finanzabteilung und die Salzburger Landesregierung darauf aufmerksam gemacht haben, dass es sich hier um eine Zockerin handelt. Da nützen die Tränen der Frau Landeshauptfrau aber schon gar nichts mehr. Das ist eine Schmierenkomödie, die sich eine internationale Festspielstadt wie Salzburg nicht verdient hat.

Oder ist das ganze Theater in Salzburg nur ein Ablenkungsmanöver von den Verschleuderungen der österreichischen Kasernen zu Billigpreisen an dubiose Käufer? Der Chef der Frau Rath-geber ist kein Geringerer als Eduard Paulus, Präsident der Offiziersgesellschaft und Intimfeind von Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ).

„Finanzlandesrat“ David Brenner will der österreichischen und Salzburger Bevölkerung, die er offenbar alle für megablöd und superdumm hält, einreden, dass eine Beamtin der Salzburger Finanzverwaltung 340 Millionen im Alleingang verzockt hat, Unterschriften gefälscht und Protokolle manipuliert hat.

Warum haben sich eigentlich die Banken nicht früher gemeldet? Das erinnert stark an die auf Epitarsis-Konten verschwundenen AMS-Millionen, da will von 2005 bis 2009 auch niemand etwas in der Bundesbuchhaltungsagentur bemerkt haben, bis dann die Banken die gefälschten Schuldscheine der Republik Österreich nicht einlösen konnten oder wollten.

Der Höhepunkt der Tragödie ist aber nun, dass Herr „Finanzlandesrat“ und Frau Landeshauptfrau lückenlose Aufklärung der von ihnen jahrelang gedeckten BUCHVERLUSTE durch Aktienspekulationen mit Salzburger Landesgeldern versprechen. Das ist ungefähr so wie wenn der Staatsanwalt zugleich der Mörder, der Bock der Gärtner ist. Das ist eine gefährliche Drohung gegenüber der Salzburger Bevölkerung.

Also geht’s noch?

Dass die EpitarsianerInnen durch jahrelanges Auditing und sehr teure OT-Kurse in Florida (Kosten bis mehrere Millionen auf der Brücke zur Freiheit) an schwerem Realitätsverlust leiden, weiß ich schon lange vom leitenden Psychologen der Wiener Sektenberatungsstelle.

Wie groß das Ausmaß des Sekten-Wahnsinns und der Sekten-Geldgier wirklich ist, tritt aber jetzt der Salzburger „Finanzlandesrat“ erst ans Tageslicht.

Aber was erwartet man sich von Menschen, die in Führungspositionen gelangen und solchen IRRSINN glauben, wie Liane von Billerbeck und Frank Nordhausen berichten:

Am 11. Mai 1963 gab der Sektengründer bekannt, dass er zwei Tage vorher abends um zehn Uhr und eine halbe Minute für 43 891 832 611 177 Jahre, 344 Tage, zehn Stunden, 20 Minuten und 40 Sekunden den Himmel besucht habe.

Als 1978 die N.E.D. für Operierende Thetanen propagiert wurden – das waren die OT-Stufen 4 bis 7 – warf Epitarsis damit eine weitere Geldmaschine mit der Verheißung an, in fünf Jahren könne der Planet Erde mit Hilfe dieser neuen Technologie clear werden. Auf allen Kontinenten plünderten die EpitarsianerInnen ihre Konten, verkauften ihre Häuser oder was immer sich versilbern ließ und zahlten in die Kassen von Epitarsis ein.

Berichte von Aussteigern zeigen, dass sie im Thetan-Auditing irrationale, nicht nachprüfbare Erfahrungen machen, ähnlich den Halluzinationen eines LSD-Rausches. Da der nächsthöhere der üblicherweise 12 ½ Stunden umfassenden Kurse meist kostspieliger ist als der vorige, spült das Prinzip ständig mehr Geld in die Kassen des Managements. Jeder Kurs auf der Brücke macht Appetit auf den nächsten, denn dort erhofft sich der Kunde das definitiv letzte Geheimnis und eine Lösung für all seine Probleme. Ende Zitat.

Die Bauernopfer: Wie bereits im Krimi TATORT vom 29. August 2010 (Glaube, Liebe, Tod) anschaulich gezeigt wird, sucht und findet Epitarsis, wenn genug Geld in den Kassen der Sekte eingeflossen ist, immer einen Schuldigen, von dem sie sich dann distanziert. Sektionschefs bei Justiz, Polizei und Finanz spielen da manchmal gerne mit. Es gilt natürlich die Unschuldsvermutung.

Die Psychogramme der Bauernopfer Monika R. (Finanzabteilung Salzburg) und Wolfgang W. (Bundesbuchhaltungsagentur, Bundessozialamt Wien, Buchhaltung Arbeitsmarktservice Österreich) werden noch zu Untersuchende sein.



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