Montag, 17. Mai 2010

Antrag auf Sachwalterwechsel - Stellungnahme des bisherigen Sachwalters

Ich habe laut Empfehlung der lieben Frau Zapletal vom Verein für Sachwalterschaft - Vertretungsnetz (Dieser Verein arbeitet auch unter der Ägyde von Häuptling "Klares Wasser"? - es gilt die Unschuldsvermutung) einen Antrag auf Wechsel des Sachwalters gestellt.

Frau Zapletal hatte mich ja schon Ende April telefonisch kontaktiert. Sie empfahl mir, einen Antrag auf Wechsel des Sachwalters zu stellen. Das tat ich dann auch mittels eines eingeschriebenen Briefs an das Bezirksgericht Wien-Liesing.

In diesem Antrag an das Gericht gab ich auch - laut Empfehlung des Vereins für Sachwalterschaft und des gesamten Vertretungsnetzes - Namen ehrenwerter Persönlichkeiten als eventuelle neue Sachwalter für meine Person an. Diese Personen haben bereits Sachwalterschaft übernommen - für wirklich schwere Fälle.

Nun sehen und hören Sie hier lieber Leser, liebe Leserin, was der derzeitige Sachwalter Dr. W. zu diesem Antrag in einer Stellungnahme an das werte Bezirksgericht feststellt:

Das umfangreiche Beschwerdeschreiben der "Unterdrückerischen Person" scheint auch auf das Krankheitsbild dieser Dame rückführbar sein. In der Vergangenheit hat diese Unterdrückerische Person ganz massive Beschwerden gegen den Sachwalter vorgebracht und sich dann in weiterer Folge hierfür wieder entschuldigt (Anmerkung der Redaktion: Weil nach Beschwerden beim Bürgeranwalt der Sachwalter doch für die Betroffene zu arbeiten begann). Diesbezüglich wird das selbstverfasste Schreiben der Kurandin respektive "Unterdrückerischen Person" vom 18.9.2009 illustrativ vorgelegt. 



Ungeachtet dessen spricht sich der Sachwalter grundsätzlich NICHT gegen die Durchführung eines Sachwalterschaftswechsels aus, soweit die Betroffene mit der Person des derzeitigen Sachwalters "unglücklich" ist.

Wien, 17.Mai 2010


Diese Stellungnahme erreicht das BG Wien-Liesing am 19.Mai 2010.
Gerichtsabteilung 7
Mag. Ulrich Pesendorfer (RICHTER)

Frage der Redaktion: Ist die bisherige Pfegschaftsrichterin Mag. Romana W. etwa auf Urlaub im Happy Valley oder badet sie mit Häuptling Klares Wasser in Florida, bevor das Wasser durch den großen Sturm dort mit Öl verseucht ist?

Häuptling Klares Wasser wird ihr sicher eine Lektion erteilen betreff Umgang mit "Unterdrückerischen Personen" - auch bei Gericht, ja gerade bei Gericht. Die Justiz in Österreich wird es auch noch lernen, dass man Unterdrückerische Personen nicht mit Glace-Handschuhen angreifen darf. Dass die Justiz in Österreich ohnehin nur eine Attrappe in einem Operettenstaat ist, weiß Häuptling Klares Wasser natürlich.




Freitag, 14. Mai 2010

ERSTE Bank - In ERSTER Linie zählen die Menschen, aber nicht alle

Ich habe schon wieder einen schweren Fehler gemacht. Ich wollte meinen Net-Banking-Zugang zu meinem Girokonto bei der ERSTE Bank verbessern, mit dem Ergebnis, dass ich jetzt per Internet meinen Kontostand bei der ERSTE Bank der Österreichischen Sparkassen nicht mehr abfragen darf.

Somit bin ich der Willkür des Sachwalters Dr. W. (und des Pflegschaftsgerichts) noch mehr ausgeliefert und ich kann nicht einmal mehr kontrollieren, ob die Miete, der Strom und sonstige Überweisungen getätigt werden.

Aber der Reihe nach:

Der Sachwalter Dr. W. ist wie viele Rechtsanwälte seines Jahrgangs nicht unbedingt ein IT-Genie.

So war es ihm bis dato immer angenehm, wenn ich auf eigene Kosten vor Besprechungen die Kontoumsätze (Zahlungseingänge und Zahlungsausgänge) von meinem Girokonto ausdruckte und ihm vorlegte. Das ist zwar nicht die übliche Arbeit eines "Mündels", aber es erspart dem Sachwalter Zeit und Geld, da er ja ohnehin nicht weiß, wie man einen PC einschaltet. Es gilt die Unschuldsvermutung. 

Heute erlaubte ich mir aber, mit der Abteilung "Netbanking" der ERSTE Bank zu telefonieren. Die ERSTE Bank der Österreichischen Sparkassen hat das schlechteste Netbanking aller österreichischer Banken und ich habe daher nie Zahlungstransfers online erledigt, weil es bei meinen ersten Versuchen immer Fehlüberweisungen gab und beim Helpdesk die eine Hand nicht wusste was die andere Hand tut.

ABER ich habe immer meinen Kontostand abgefragt - per Internet und die Kontoumsätze zwecks Beweismittel ausgedruckt: Bis heute 14. Mai 2010.

Heute allerdings hat mir ein ganz gescheiter Herr beim Helpdesk mitgeteilt, dass ich TAN-Codes benötige, um das Login zu meinem Girokonto zu ermöglichen.

Dieser Tan-Code muss von der "Beraterin" der ERSTE Bank in Mödling an mich geschickt werden. Natürlich wird sie das nicht tun, weil sie Tans und Pins an Mündel nicht schicken darf.
So beißt die Katze sich also selbst in den Schwanz.

Es hat sich also bis zur ERSTE Bank herumgesprochen, dass ich bei Behörden und Ämtern in Ungnade fiel und zur UNPERSON (SP) erklärt wurde. So wurde meine 11 Jahre rückwirkende Geschäftsunfähigkeit am Bezirksgericht Wien-Liesing durch ein Bundesministerium bestellt und ausführlich dokumentiert.
Natürlich muss man diesen Menschen, denen man zuerst die Bürgerrechte nimmt, auch sämtliche Vollmachten bezüglich ihrer Finanzen wegnehmen.
Ohne Geld kann man nicht existieren in einer modernen Gesellschaft - daher ist das Ziel, die Person, die auszuschalten ist, zunächst einmal finanziell zu ruinieren. Ein faires Spiel?

Die ERSTE Bank, bei der ich seit 1997 Kundin bin, ist immer wieder für Überraschungen gut. In Kroatien verfügt sie (wie auch Raiffeisen und Hypo) über RIESIGE alte Brunnen (Outdoor und Indoor), wo in großem Stile Geld gewaschen wird.

Leider sind diese Millionen nicht bei mir gelandet und ich muss weiterhin von sehr wenig Geld leben. Aber so lerne ich wenigstens Disziplin.

Fortsetzung und Mündel-Rezepte folgen:

Wie kann ich mit 10 Euro pro Tag auskommen und gut kochen und essen?

Mittwoch, 10. März 2010

Pflegschaftsrechnung für eine "Sap:pressive Person" - Sachwalter will EUR 1.330,--

10.März 2010.

Die Rechtspflegerin Nicole FINK am Bezirksgericht Wien-Liesing hat viel zu tun. Daher schickt sie den BESCHLUSS des Gerichtes betreff "Pflegschaftsabrechnung" gleich in doppelter Ausführung an meine Adresse. Ist ja sehr nett, aber man sollte dem Gericht und der österreichischen "Justiz" doch ein bisschen sparen helfen. Gerade jetzt, wo Kopierkosten so hoch sind und die Anwälte darüber klagen, dass eine Seite in Kopie sage und schreibe 1 Euro kostet. Das macht bei einem Gerichts-Akt von 1000 Seiten exakt 1000 Euro (in Worten: Tausend Euro)

Die Pflegschaftsrechnung setzt sich wie folgt zusammen:



Einnahmen des "Mündels" (resp. Suppressive Person): EUR 10.758,68
Ausgaben des "Mündels" (resp. Suppressive Person): EUR 8.424,27
SALDO EUR 2.334,41

werden von der ERSTE Bank (Mündel-Konto)gemäß § 137 AußerstreitGesetz bestätigt.



Weiters ist in diesem BESCHLUSS zu lesen:
Die Entschädigung für die Tätigkeit des Sachwalters im Rechnungslegungszeitraum (2.Juni 2009 bis 29.Januar 2010) wird inkl. Barauslagen in Höhe von EUR 70,--(da hat die Sekretärin des Sachwalters aber gespart) vom Gericht mit insgesamt EUR 580,-- bestimmt. Der Sachwalter, Herr Dr. Martin W., wird ermächtigt, diesen Betrag aus dem Vermögen der Betroffenen zu entnehmen.

Das MEHRBEGEHREN des Sachwalters Dr. Martin W., gerichtet auf eine Pauschalentschädigung in der Gesamthöhe von EUR 1.330,-- wird hinsichtlich eines Betrages von EUR 750,-- MINUS abgewiesen.

Anmerkung der Redaktion:

Während der Sachwalter Dr. W. sich also monatelang nicht um die Angelegenheiten des Mündels (respektive "Unterdrückerische Person") kümmerte, mehrfache Anfragen eines Inkasso-Büros nicht beantwortete, Zahlungen an das Amt für Jugend und Familie trotz Aufforderung desselben vom Konto des "Mündels" nicht tätigte, will er sich vom Mündel-Konto EUR 1.330 abbuchen lassen.

Bei allem Verständnis, dass die Büro-Miete für Nobel-Kanzleien nicht gerade gering ist, die Sekretärin bezahlt werden muss, es auch eine spezielle Putzfrau und Versicherung für die Biedermeier-Möbeln geben muss, außerdem der Anwalt in seinem Porsche täglich von Mödling nach Wien fahren muss, die anderen Sachwalterschaften und Erbschaftsverfahren auch schon ertragreicher waren, die handgefertigten Schuhe und Maß-Anzüge auch nicht gerade billig sind, ist dieser GELD-BETRAG für den kurzen Zeitraum von Juni 2009 bis Januar 2010 einfach ZU HOCH.

Das meint auch das Gericht, bzw. die Rechtspflegerin Nicole Fink, siehe Beschluss. Dafür danke ich ihr hiermit recht herzlich.

Im Mai 2010 wird außerdem die letzte Rate bei der GE Money Bank bezahlt sein. Somit hätte ich ja sicher Geld zur Verfügung. Auch für die Therapie, die der werte "Sachverständige" und Gerichtsgutachter Dr. K. in Mödling in seinem Gutachten empfahl, gibt es natürlich kein Geld.

Sap Persons sollen ja gar nicht gesund werden. Außerdem sind die meisten Psychiater nach der strengen Lehre des Sektengründers ja selbst "Unterdrückerische Personen".

Zur "Arbeitsintensität" des Sachwalters: Laut Außerstreitgesetz steht dem Sachwalter 5 % des Mündelvermögens zur Verfügung. Da der Sachwalter aber extra mit seinem Porsche (es gilt die Unschuldsvermutung) am Freitag, den 18.9.2009 zu einer Verhandlung am Bezirksgericht Wien-Liesing fahren musste und daselbst auch noch eine sehr anstrengende "Konferenz" mit dem Mündel halten musste (10 Minuten) in der er dem Mündel auch noch erklären musste, dass er mit ihr nicht verheiratet ist und das Mündel zu einer Unterschrift nötigte, betreff "hervorragende Erledigung aller Mündel-Angelegenheiten durch den Sachwalter" - ja aus all diesen Gründen ist eine Entschädigung des Sachwalters von 7 % aller Einkünfte des Mündels gerechtfertigt.

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Bilanz der Saison - Protokoll einer Entmündigung 2009

Jahresrückblick 2009 – Protokoll einer Entmündigung


7.1.2009
Beschluss BG Liesing: Dr. W. wird zum einstweiligen Sachwalter bestellt
26.1.2009
Erstes Schreiben des Sachwalters an das Mündel
22.4.2009
Vorladung beim Facharzt der Psychiatrie und Neurologie in Mödling
29.4.2009
Aktenvermerk BG Liesing: Ein Sektionschef aus dem BMF ruft an und bestellt die elf Jahre rückwirkende Entmündigung der Frau Mag. Hoedl vor allem für

Herbst 1998: Obsorgeverfahren
Mai 2005: Tod eines Betriebsrat im Bundesrechenzentrum
März 2007: Eurofighter-U-Ausschuss
12.5.2009
Schreiben EOS Öid: Beweis, dass von Dr. Weiser KEINE REAKTION kommt und der Mahnlauf an das Mündel wieder gestartet werden musste.
14.5.2009
Entmündigungsverhandlung am BG Wien-Liesing. In Vertretung des Sachwalters erscheint Rechtsanwalt Dr. Lehner, der das Mündel in bezug auf seine Tätigkeit im Bundesrechenzentrum (Bereich E-Government) kritisiert
18.5.2009
Beschluss der endgültigen Entmündigung des BRZ-Mündels Mag. Hoedl
18.5.2009
Firmen und Inkassobüros starten den Mahnlauf an das Mündel, weil der Sachwalter nicht erreichbar ist und unbekannten Ortes verzogen ist.
9.6.2009
Vorsprache beim Amtstag wegen Untätigkeit des Sachwalters
30.6.2009
Vorsprache beim Amtstag wegen Untätigkeit des Sachwalters
13.7.2009
Auftritt in der ORF-Sendung Konkret. Mag. Hoedl wird vom ORF „vorgeführt“.
20.7.2009

21.7.2009



4.8.2009
Vorsprache bei Eos ÖID, Frau Relotic


18.9. 2009

18.9.2009

15.10.2009
Rekursablehnung durch LG für ZRS: Mag. Hoedl sei eine kranke querulative Verschwörungstheoretikerin, die einen Sachwalter benötigt, weil sie die Übersicht über ihre Alltagsgeschäfte verloren hat.
16.12.2009
10 Jahre SAP VCC im BRZ Wien






Mittwoch, 16. Dezember 2009

10 Jahre SAP-Kompetenz

Das SAP-Kompetenzzentrum im Bundesrechenzentrum feiert seinen 10.Geburtstag. Bei der Presseaussendung wird ein Foto mit G., I. und R. veröffentlicht. Herr G. hat noch immer diesen unsauberen Grinser, den er schon am Todestag von Schweinhammer auf seiner miesen Visage hatte. I. und R. schauen schon nicht mehr so fröhlich aus der Wäsche. Als ich dieses Foto zum 1. Mal sah, beschloss ich meine Memoiren en Detail zu schreiben.

Anmerkung: Ein großer Trost war für mich immer, dass zwischen dem Untergang der Lucona am 23./24.1.1977 (mein 17. Geburtstag), der Herausgabe des Buches von Pretterebner (Der Fall Lucona, 1987) und der Verurteilung von Udo Proksch (1991) Jahre vergingen. Irgendwann kommt die Wahrheit ans Licht, so unprofessionell wie hier gearbeitet wird. 

There is no secret that time does not reveal - Racine via Tim Weiner (Legacy of ashes) 


Freitag, 23. Oktober 2009

PROFIL-ARTIKEL "UNTER KURATEL"

Zeitschrift PROFIL, 23. OKTOBER 2009

UNTER KURATEL

Justiz. In Österreich steigt die Zahl der Personen, die einen Sachwalter bekommen, rasant. Aus Kostengründen werden erst wenige Fachkräfte eingesetzt. Beschwerden häufen sich.

Von Otmar Lahodynsky

In Pflegeheimen und Spitälern ist die Gefahr am größten. Schon bei geringen Anzeichen von Verwirrtheit kann über eine ältere Person ein „Sachwalterschaftsverfahren“ eröffnet werden. Bei der „Erstanhörung“ reicht es mitunter, dass man nicht weiß, wie viel ein Laib Brot kostet, wie der Bundespräsident heißt oder was ein Sachwalter tut. Liegt dann auch ein entsprechendes (psychiatrisches) Gutachten vor, ist man seine Geschäftsfähigkeit los und kann über sein Vermögen nicht länger selbst verfügen. Der meist finale Lebensabschnitt der „Besachwalterung“ hat begonnen.
Der Pflegeombudsmann und Arzt Werner VOGT schlägt Alarm: „In keinem Land in der EU verlieren so viele Menschen so schnell und so leicht ihre bürgerlichen Rechte wie in Österreich. Das ist eigentlich ein Wahnsinn.“

Die Zahl der Personen, die vom Gericht einen Sachwalter zugewiesen bekamen – bis vor 30 Jahren verwendete man den Begriff „Entmündigung“ -, stieg heuer auf über 50.000 an, der Großteil davon umfasst ältere Menschen. Jährlich kommen etwa 8000 neue Fälle hinzu, Tendenz steigend.

Ein Besuch Vogts in dem von der Gemeinde Wien betriebenen Altenheim in YBBS bestätigt seine These. „Dort sind bereits drei Viertel der Insassen besachwaltet. In einem vergleichbaren Heim in der Schweiz fand ich überhaupt nur eine einzige Person mit einem Sachwalter vor.“

Vogt vermutet, dass daran auch die Bequemlichkeit der Richter oder Heimbetreiber schuld sei. So würden Sachwalter nicht – wie laut Gesetz möglich – nur für einen bestimmten Bereich, sondern gleich für alle Lebensumstände bestellt. Vogt: „Natürlich ist es leichter, wenn man den Senioren gleich alle Rechte wegnimmt. Und den Sachwaltern ist es am liebsten, wenn die alten Leute in einem Heim leben. Da muss man sich sehr oft nicht mit lästigen Angehörigen beschäftigen.“
Das Gesetz sieht zwar vor, dass möglichst nahe Angehörige zu Sachwaltern bestellt werden sollen, aber dies wird nicht immer befolgt. Bei Justiz-Ombudsstellen oder bei der Volksanwaltschaft häufen sich daher Beschwerden. So gibt es Klagen, dass zu wenig Geld für persönliche Anschaffungen bewilligt werde.

Besonders geschulte Sachwalter, die in Österreich vier Vereine, wie das VertretungsNetz anbieten, sind aus budgetären Gründen rar. Daher betrauen die Richter weiter Rechtsanwälte und Notare, die für die betroffenen Personen oft nur wenig Zeit aufbringen können.

Dazu kommt ein generelles Kommunikationsproblem. „Ältere Leute tun sich ja schon schwer, zu bestimmten Zeiten ihre Wünsche den Anwälten mitzuteilen“, weiß Peter Mader, Sachwalterschaftsexperte des Pensionistenverbandes. „Und so ein Sachwalter schaut meist nur ein Mal im Monat vorbei“.

Profil vorliegende Fälle zeigen die Problematik des erst 2006 novellierten Gesetzes auf (siehe Kasten)

Streit ums Geld

Die Kulturmanagerin Brigitte Martzak pflegt ihre 91-jährige Mutter Adele schon seit über zwei Jahren in deren Wohnung in Mödling. Doch vor über einem Jahr wies das Bezirksgericht Mödling der alten Dame einen Sachwalter zu. Anlass dazu war eine Anzeige der zweiten Tochter , die ihrer Schwester mangelhafte Pflege der Mutter vorwarf. Die Richterin stellte zwar bei einem Besuch fest, dass die alte Dame gut versorgt sei. Wegen des Streits zwischen den Töchtern empfahl sie aber den vorläufigen Einsatz eines Sachwalters, eines Badener Rechtsanwaltes.

„Die Richterin versprach mir, dass ich nach drei Monaten Sachwalterin werden kann und inzwischen der Anwalt alles regeln werde. Nur deshalb habe ich zugestimmt“, meint Martzak.

Doch nun begannen die Konflikte. „Seit meine Mutter unter Kuratel gestellt wurde, muss ich für jede Anschaffung, die meine Mutter braucht, den Anwalt um Erlaubnis fragen. Sonst kriege ich kein Geld.“

Ob es um eine zusätzliche Elektroheizung ging oder nur um die Verrechnung eines gemeinsamen Restaurantbesuchs am Sonntag. „Ich höre dann, dass sich das finanziell nicht ausgeht, obwohl sie zwei hohe Pensionen bezieht“, so Martzak: „Wenn ich die Pflege nicht organisiert hätte, wäre sie längst in einem Heim.“

Seit der Besachwalterung finanziert Frau Martzak die Pflege für die Mutter im Vorhinein selbst.

„Ich habe dafür allein im heurigen Jahr bisher 7800 Euro ausgegeben und dafür erst 2000 Euro rückerstattet erhalten“, klagt Martzak. Eine Darstellung, welche die Richterin, Barbara Bart, zurückweist.
„Die Ansprüche, die Frau Martzak für die Betreuung ihrer Mutter stellt, sind weit überzogen und realitätsfremd. Sie hat auch eine sehr große Aliquotzahlung erhalten.

Frau Martzak kontert: „Ich berechne für alle meine heuer bis Oktober geleisteten Pflegebesuche pauschal mit 5000 Euro, habe aber davon nichts erhalten.“ Ein Sturz der Mutter macht seit Kurzem eine 24-Stunden-Pflege notwendig. Erst diese slowakischen Pflegerinnen bezahlt der Sachwalter zur Gänze.

„Ich muss für größere Ausgaben die Zustimmung des Gerichts einholen. Das dauert eben seine Zeit“, erklärt Anwalt Karl Mayer gegenüber profil, der sonst auf seine Verschwiegenheitspflicht verweist.

Ein weiterer Streitfall betrifft die Wienerin Christine Götz. Sie kümmert sich um ihre über 80 Jahre alten Eltern, die noch selbständig in ihrer Wohnung in Wien-Meidling leben. Nach einem Spitalsaufenthalt wegen eines Herzanfalls wurde der Vater in ein Pflegeheim eingewiesen. Dort wurde ohne Wissen der Tochter eine Sachwalterschaft erfolgreich beantragt.

„Von da an begann mein Kampf gegen ständige Erniedrigungen meiner Eltern und meiner Person“, erzählt Frau Götz. Sie erreichte die Verlegung ihres Vaters vom Heim zurück in die vertraute Wohnung. Kurz darauf wurde auch für die Mutter vom Bezirksgericht ein Sachwalter bestellt. „Alles gegen den Wunsch meiner Eltern und auch gegen meine Bereitschaft, die Sachwalterschaft für meine Eltern zu übernehmen, wie es auch das Gesetz für Angehörige vorsieht.“

AUSGESPERRT: Vor Weihnachten wollte sich der Vater Winterschuhe kaufen und ein Geschenk für seine Frau besorgen. Doch der Sachwalter, ein Wiener Rechtsanwalt, bewilligte bloß ein Taschengeld. (Weiser ?)

„Was ist das für ein Lebensabend für ältere Menschen, die ihr Leben lang hart gearbeitet haben, wenn sie um ihr eigenes Geld betteln müssen?“

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Landesgericht für Zivilrechtssachen WIEN - dem Rekurs wird nicht Folge gegeben

Heute am 15. Oktober 2009 langt beim Bezirksgericht Wien-Liesing folgender BESCHLUSS ein:

Anmerkung: Der Beschluss war bereits am 18. September 2009 am Landesgericht für Zivilrechtssachen in Wien, 1016 Wien, Schmerlingplatz 11 verfasst worden.

Wortlaut Beschluss:

Dem Rekurs der Betroffenen auf Einstellung des Sachwalterschaftsverfahrens wird NICHT Folge geleistet.
Gemäß § 268 ABGB ist einer Person, die an einer psychischen Krankheit leidet oder geistig behindert ist, ein Sachwalter zu bestellen, wenn sie deshalb alle oder einzelne ihrer Angelegenheiten nicht ohne Gefahr eines Nachteils für sich selbst besorgen kann.
Durch die Zerfahrenheit ihrer Gedanken, vor allem aber durch ihr Aufdecken von Verschwörungen (wörtlich) hat die Betroffene den Überblick über ihre Alltagsgeschäfte verloren.
Eine fachärztliche Therapie würde zu einer Verbesserung des Zustandes der Betroffenen führen, ist aber derzeit nicht möglich, da der Sachwalter auf das Vermögen der Betroffenen zugreifen muss, um seine Sekretärin und teure Miete in Wien 3 bezahlen zu können.
Ende Zitat Beschluss LG für ZRS.


Sektionschef Winter, Herr Ministerialrat Ihle und Herr Ing. Grassl vom Bundesrechenzentrum haben gute Beziehungen zum Bundesministerium für Justiz. Was immer diese UN-Person, diese Vertreterin des Abschaums der Menschheit, eine Pre-Clear, die niemals clear werden wird, zu Morden, Mordversuchen in den Bundesministerien sagen wird, wird unter der Prämisse ihrer schweren psychischen Erkrankung stehen. Der Erfolg ist garantiert. Die Gerichte, die Bezirksgerichte, die Landesgerichte, die Oberlandesgerichte - alle spielen mit.
Es hat sich NICHTS geändert seit dem Jahre 1987, als Dr. Hans Pretterebner den Fall Lucona und einige Jahre später "Das Netzwerk der Macht" schrieb.
Wie schreibt Hans Pretterebner doch so schön am Schluss im Netzwerk der Macht? Er zitiert einen hohen ÖVP-Politiker: "Wir müssen besser werden. Wir müssen besser werden im Vertuschen." Fast scheint es so, als ob sie es geworden sind.