Dienstag, 28. Juni 2022

Vergebungsrituale - neue Kraft schöpfen - die Vergangenheit loslassen - sich aus der Umklammerung der Stasi-Justiz befreien

Wir haben geklärt, mit welchen Gedanken Sie leichter verzeihen können und warum sich das lohnt. Schauen wir uns an, wie Sie Ihren „Lebensrucksack“ durch Vergebung spürbar entleeren und ein Stück inneren Stress loswerden.

Verzeihen & Loslassen

Schritt 1: Nehmen Sie sich Zeit, herauszufinden, was und wem Sie noch nicht vergeben haben.

Schreiben Sie erst einmal die Namen der Menschen auf, die Sie in Ihrem Leben enttäuscht, verletzt oder gekränkt haben, auf die Sie vielleicht wütend oder nicht gut zu sprechen sind oder bei denen Sie das Gefühl haben, dass es noch etwas zu verzeihen gibt.

Notieren Sie sich außerdem alles, was Sie sich vielleicht selbst (noch) nicht vergeben haben.

Wundern Sie sich nicht, was da alles zu Tage tritt. Vielleicht erinnern Sie sich auch an Ereignisse, die Sie meinen, längst vergessen zu haben.

Wenn Sie fertig sind, schauen Sie sich Ihre Liste an und fragen Sie sich:

  • Was ist wirklich erledigt und wo trage ich noch etwas mit mir rum?

Einige Namen werden Sie gleich wieder von Ihrer Liste streichen können; weil es nichts mehr zu verzeihen gibt, alte Geschichten bereinigt sind oder Sie heute sogar darüber lachen können.

Mit den übergebliebenen Menschen gehen Sie einzeln die nachfolgenden Punkt durch.

Schritt 2:  Schreiben Sie sich die Erinnerung von der Seele.

Bringen Sie auf Papier, was genau passiert istwie Sie sich gefühlt haben und was das Schlimme daran war. Notieren Sie sich alles, was Sie jetzt loswerden wollen. Denken Sie nicht lange nach, wie Sie die Dinge formulieren, lassen Sie es einfach raus, wie es kommt.

Bekanntlich gehören immer zwei dazu. Schreiben Sie also auch auf, was vielleicht Ihr eigener Beitrag in dieser Geschichte war – auch wenn er noch so winzig war.

Am Schluss ergänzen Sie den Satz: Wenn ich wüsste, warum sich dieser Mensch so verhalten hat, dann ist das, weil…

Schritt 3: Heilen Sie sich mit einem Vergebungsmantra.

Alles ist mit Allem verbunden. Was immer da draußen in der Welt passiert und was wir erleben, hat in irgendeiner Form mit uns selbst zu tun. Erst wenn wir die volle Verantwortung für unser Leben übernehmen, kommen wir wirklich in unsere Macht und in unseren Flow.

Gerade wenn es um Vergebung geht, gilt es sich selbst aus der Opferrolle zu befreien, alte Verbindungen und Verstrickungen zu (er)lösen und schmerzhafte Erinnerungen zu transformieren. Mit anderen Worten geht es darum, sich selbst zu heilen. Dabei hilft ein Vergebungsmantra.

Ich nutze gerne eine vereinfachte Form von Ho´oponopono – einem alten Vergebungsritual aus Hawaii. Dabei wiederholen Sie immer wieder die Sätze:

  • Es tut mir leid – in mir.
  • Ich verzeih dir – in mir.
  • Ich liebe dich – in mir.
  • Ich danke dir.
  • Ich übergebe die Angelegenheit dem Universum (der universellen Intelligenz, einer höheren Kraft, Gott oder der Liebe – welchen Ausdruck auch immer Sie hier verwenden wollen).
  • Ich bin bereit ein Wunder zu bezeugen.

Sie reinigen mit diesem Mantra Ihrer Energiefeld. Sie verzeihen sich in sich – und sind bereit, loszulassen und das göttliche Prinzip (oder welchen Namen Sie verwenden möchten) um Wandlung zu bitten.

Ein paar Worte zu den Vergebunssätzen:

„Es tut mir leid“ ist die Anerkennung und das Eingeständnis, dass Sie vielleicht eine kleine Rolle in diesem Geschehen gespielt haben und – zumindest auf irgendeine Weise – mitverantwortlich sind (bitte nicht mit „Schuld“ verwechseln, aber das haben wir ja schon hier klärt!). Vielleicht waren Sie ein  „Vibrational-Match“ (in der Schwingungsfrequenz), um diese Situation anzuziehen. Vielleicht geschah es aber auch für eine höhere Lektion oder aufgrund eines Seelenvertrages (Wenn das in Ihren Ohren nicht zu abgehoben klingt bzw. Sie offen sind für eine andere Sichtweise, kann ich Ihnen das Buch Die Macht der Seelenverträge von Désirée Baierl empfehlen).

„Ich verzeihe dir“. Diese Aussage kann manchmal schwerfallen. Was es leichter macht: Sie müssen es nicht zu 100% meinen. Es ist Ihre Intention und die innere Bereitschaft, die zählt, und Ihr Wunsch zu vergeben und loszulassen.

„Ich liebe dich“. Liebe ist die mächtigste und wirkungsvollste Kraft im Universum. Liebe kann alles heilen und transformieren. Und das heißt nicht, dass Sie die betreffende Person anrufen und Ihr ein Liebesgeständnis machen müssen. Es genügt auch hier Ihre innere Absicht, Ihre innere Haltung und der Segen, den Sie auf Seelenebene an diese Person aussenden. Und dem Ihre Energie reinigen und wieder ein Stück mehr in Ihre Kraft finden.

Ich übergebe die Angelegenheit dem Universum„.  Sie müssen die Heilung und die Transformation nicht selbst vollbringen. Sie müssen sich daher nicht den Kopf zerbrechen und sich nicht damit stressen, wie Vergebung geht und was Sie da jetzt genau tun müssen. Sie dürfen das „Packerl“ abgeben und darauf vertrauen, dass die höhere Intelligenz des Lebens das Wunder für Sie vollbringt.

(Falls Sie mehr über das hawaiianische Vergebungsritual wissen und ein ganzes Buch darüber lesen möchten, werden Sie hier fündig: Ho’oponopono

Schritt 4: Machen Sie ein Loslass-Ritual

Nehmen Sie das Papier mit Ihren Erinnerungen und verabschieden Sie sich davon auf Ihre Weise. Sie können es zum Beispiel verbrennen, zerreißen oder als Schiffchen in den nächsten Fluss setzen.

Schritt 5:  Entdecken Sie das Geschenk.

Nachdem Sie symbolisch losgelassen haben, fragen Sie sich:

  • Was habe ich daraus gelernt?
  • Wozu könnte das Ganze vielleicht sogar gut gewesen sein?
  • Wie hilft mir diese Erfahrung jetzt, um gestärkt in die Zukunft zu gehen?

Vielleicht wollen Sie Ihre Erkenntnisse bzw. Ihre neue Sichtweise noch in irgendeiner Form festhalten: beispielsweise aufschreiben, ein Bild dazu malen, das Ganze in einem Wort oder einen kurzen Satz zusammenfassen, sich ein Symbol dafür suchen oder eine Collage machen.

Wenn Sie diese Schritte wirklich machen  – nicht nur lesen 🙂 – werden Sie sich befreit fühlen. Ihr Rucksack ist ein gutes Stück leichter geworden. Und Sie werden nicht mehr unbewusst Situationen anziehen, die die alte Wunde und den alten Stress wieder aufwühlen und triggern.

Manchmal braucht es ein wenig mehr, um wirklich vergeben und den eigenen Rucksack von altem Ballast befreien zu können. Wenn Sie sich Coaching-Unterstützung wünschen oder sich die problematische Beziehung in einer Beziehungsanalyse anschauen möchten, schreiben Sie mir.

Go for flow!

Copyright 

Vergebungs- und Loslassrituale: sich aus Umklammerungen der österr. Stasi-Justiz befreien

https://www.beyourbest.at/verzeihen-und-loslassen/

https://www.beyourbest.at/verzeihen/

https://industriemagazin.at/artikel/personelle-aenderungen-bei-der-schienen-control/

Verzeihen können Sie ohne diese 3 Denkfehler leichter


Wohl jeder von uns hat in seinem Leben schon einiges an seelischen Wunden und Schrammen abbekommen. Manche Verletzungen sind gut verheilt, andere erfolgreich verdrängt und einige schleppen wir lange mit uns herum.

Wohl jeder von uns hat in seinem Leben schon einiges an seelischen Wunden und Schrammen abbekommen. In der Familie, in der Schule, in der Liebe, in der Arbeit, in Freundschaften oder anderen Beziehungen.

Manche Verletzungen sind gut verheilt, andere erfolgreich verdrängt und einige schleppen wir lange mit uns herum.

Wenn uns jemand sehr verletzt oder schlecht behandelt hat, ist aus ganzem Herzen zu verzeihen nun einmal nicht immer leicht. Da ist Wut, da ist Enttäuschung, da ist Trauer oder vielleicht auch nur ein leiser Groll, denn wir nicht so einfach loswerden.

Vielleicht gehören Sie auch zu der Sorte Mensch, die anderen sehr schnell vergibt, aber mit sich selbst hart ins Gericht geht. Heißt, Sie verzeihen sich Ihre eigenen Fehler nicht.

Nicht verzeihen zu können ist zwar menschlich, verursacht aber inneren Stress und blockiert Ihr Glückssempfinden, Ihr Flow-Erleben und echten Erfolg.

Vielleicht bemerken Sie auch, dass Sie wie ein Magnet immer und immer wieder Situationen in Ihrem Leben anziehen, die diese nicht verheilte innere Wunde wieder aufreißen oder triggern. Das Leben macht Sie quasi darauf aufmerksam, dass da in Ihrem Inneren noch etwas ist, das Heilung bedarf.

Drei Punkte möchte ich hier ansprechen, die oft missverstanden werden, wenn es um das Thema Vergeben geht – egal ob anderen oder sich selbst. Ohne diese Denkfehler ist es einfacher, zu verzeihen und alte Wunden wirklich heilen zu lassen. 

Verzeihen können Sie, wenn Sie …

1. Glücklich sein statt Recht haben wollen

Vergeben heißt nicht, alles gutzuheißen oder zu beschönigen, was jemand getan hat, und bedeutet nicht, dass Ihr Empfinden – wie z.B: Ihre Wut, Ihre Enttäuschung oder Ihre Traurigkeit darüber – falsch ist.

Ihre Gefühle mögen durchaus gerechtfertigt sein. Aber es macht keinen Sinn daran festzuhalten, wenn Sie glücklich sein möchten.

Dem Übeltäter das Fehlerverhalten nicht zu verzeihen erscheint zwar manchmal wie eine natürliche und vollkommen gerechte Strafe – die Rache für den erlittenen Schmerz. Doch übersehen wir dabei den wahren Effekt:

Nicht zu verzeihen und zu vergeben ist schädlich.
Möglicherweise für den anderen. Aber den größten Schaden haben wir dadurch in jedem Fall selbst.

Was immer Sie in Ihrem Leben nicht bereit sind zu vergeben – sei es anderen Menschen oder sich selbst (!) – tragen Sie als Ballast mit sich herum. Wie einen Rucksack mit großen Steinen, der Sie daran hindert unbelastet und frei Ihren Weg zu gehen.

Je weniger Sie bereit sind, zu verzeihen, desto schwerer machen Sie sich Ihr eigenes Leben. Desto mehr Stress erleben Sie und desto schwerer fällt es Ihnen, im Flow zu sein.

2. Jetzt leben statt die Vergangenheit immer wieder aufzuwärmen

Wir können die Vergangenheit und das, was passiert ist, nicht ändern. Das liegt nicht in unserer Macht und das wissen wir alle.

Die Menschen, die uns in der Vergangenheit verletzt haben, können aber nicht darüber bestimmen, ob wir selbst ein glückliches und erfülltes Leben leben. Das bestimme in meinem Leben ich und in Ihren Leben Sie. Und diese Macht kann uns niemand wegnehmen. Mir nicht und Ihnen nicht.

Zu Verzeihen bedeutet, dass Sie die Entscheidung treffen:
[quote]Ich bin nicht bereit, aufgrund deines Verhaltens (noch länger) zu leiden. Ich übernehme die Verantwortung für mein Glück und für mein Leben und mache jetzt das Beste daraus!“[/quote]

Es liegt auch nicht in Ihrer Macht, Ihre eigenen Fehler rückgängig zu machen:

Was immer Sie getan haben, Sie haben sich so verhalten, wie es Ihnen in diesem Augenblick möglich war. Entsprechend Ihrer Lebenserfahrungen, Ihrer Wahrnehmung der Situation, Ihrer momentanen inneren Verfassung und Ihres Gegenübers. Möglicherweise hätte es bessere Verhaltensweisen geben, aber die waren für Sie nicht parat und nicht abrufbar.
Statt sich Selbstvorwürfe zu machen, sich schuldig zu fühlen und sich selbst nicht zu verzeihen, geht es darum, zu akzeptieren, was geschehen ist und wie Sie sich verhalten haben. Und daraus zu lernen, wie Sie sich jetzt oder beim nächsten Mal verhalten möchten.
Sie können sich überlegen, ob und wie Sie den Fehler wieder gutmachen können und wie Sie so einen Fehler in Zukunft vermeiden. Das liegt in Ihrer Macht und macht Sinn, wo hingegen niemandem gedient ist, wenn Sie sich mit Schuldgefühlen und Selbstvorwürfen selbst stressen.

3. Annehmen statt loswerden wollen

Zu vergeben bedeutet nicht, dass Sie alles vergessen, was passiert ist. Beim Verzeihen geht es auch nicht darum, alte Wunden und Verletzungen (endlich) loszuwerden. Sie sind ein Teil unserer Geschichte und haben einen wesentlichen Teil dazu beigetragen, dass wir heute der Mensch sind, der wir nun einmal sind.

Ob uns das bewusst ist oder nicht:
An unseren schweren Erfahrungen sind wir gewachsen!

Wenn wir das erkennen und annehmen (und im Idealfall – ich weiß das ist manchmal viel verlangt – sogar rückblickend noch dankbar sein können für diese Erfahrungen), dann können wir wirklich Frieden schließen mit der Vergangenheit und innere Ruhe finden.

Wir können aufhören, die alten Geschichten immer wieder aufzuwärmen und so die Erinnerung immer wieder wachzurufen und selbst in unseren Wunden zu bohren. Stattdessen können wir uns bewusst machen, dass wir weit mehr sind als unsere Geschichte.

Ihre wahre Essenz – wer Sie wirklich sind – ist unendlich vielmehr als irgendeine Erfahrung aus Ihrer Vergangenheit.

Ihr wahres Selbst ist unverletzlich und vollkommen heil.

Gerade die schwierigsten und stressigsten Erfahrungen in Ihrem Leben haben das Potenzial, das Beste in Ihnen hervorzuholen und Sie erkennen zu lassen, wer Sie wirklich sind und was in Ihnen steckt.

Soviel zur Klarstellung. Wie es Ihnen gelingt, Ihren Lebensrucksack durch Vergebung spürbar zu entleeren finden Sie hier: Vergebungsritual: In 5 Schritten verzeihen und loslassen

Der Schwache kann nicht verzeihen.
Verzeihen ist eine Eigenschaft des Starken.
(Mahatma Gandhi)

Go for flow!
Su Busson

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