Donnerstag, 7. Juli 2022

Kitty Guilsborough: In 5 Schritten zur Vergebung

 1. Akzeptanz 

2. Empathie 

3. Eingeständnis 

4. Sinn und Bedeutung 

5. Verständnis und Dankbarkeit 

Wir können nicht vergeben, solange wir das WEM und WAS nicht begriffen haben. Solange wir nicht verstehen, warum uns dieses Unrecht angetan wurde und welche Bedeutung es für unser Leben hatte - und noch hat. Sich mit diesen Dingen zu beschäftigen ist tapfer,  manchmal schwer, oft klug - aber meistens äußerst sinnvoll und kann komplizierte Probleme lösen - auch Lawinen lostreten - ja vielleicht sogar karmische Verflechtungen und Flüche beenden. 

Vor allem aber erscheint es notwendig, um gesund zu werden oder/ und zu bleiben. 

Was kränkt, macht krank. 

Wir müssen in die Lage kommen, eine neue Geschichte zu erzählen, eine größere und schönere und vor allem aufhören, uns durch unser OPFERDASEIN zu definieren. 

In dieser neuen Geschichte müssen wir die Hauptperson sein, die Heldenfigur, die Erzählerin, die  Verfasserin. 

Es ist wichtig, den Tätern durch Vergebung und Loslassen die Macht zu nehmen, über unser Schicksal zu bestimmen: zum Beispiel korrupten RichterInnen, korrupten PolitikerInnen, korrupten Stasi-Beamten oder irgendwelchen Psychosekten-Mitgliedern, die  glauben über unser Leben bestimmen zu können. 

1. AKZEPTANZ 

Ohne Akzeptanz des Traumas ist keine Vergebung möglich. 

Wir müssen verstehen, analysieren, was uns widerfahren ist: In meinem Fall die Ouvertüre zum Fair Game Denunzierung auf www.peterpilz.at 

Wir müssen verstehen und realisieren, dass uns etwas weggenommen wurde, sei  es etwas Konkretes (z.B. ein Job) oder auch Immaterielles wie Zeit oder Identität  (z.B. durch Entmündigung und Entrechtung) 

Etwas ist verloren gegangen und kommt nicht mehr zurück. Das schmerzt IMMENS. 

Um  diese Einbuße vergeben zu können, müssen wir sie  zunächst akzeptieren, den Schmerz zulassen.  

Um akzeptieren zu können, müssen wir verstehen. 

Wie aber soll  das gehen, wenn wir  die Hintergründe nicht durchschauen? 

Allzu oft versuchen wir zu vergeben, bevor wir richtig begriffen haben, welcher Schaden uns eigentlich zugefügt wurde. Aber so bringt das nichts.  (Vergebung ins Leere hinein ist SINNLOS) 

Das Ganze kann zu  noch größerem Zorn führen, weil wir  denken, eigentlich gehört  die Person ins Gefängnis,  sollte verurteilt werden oder ich möchte sie am liebsten selbst gleich erschießen. Dann geht es mir besser.  

Wenn wir uns genötigt fühlen (z.B. aus religiösen Gründen) zu vergeben, ohne genau zu wissen, was oder WARUM wir es tun, machen wir uns nur noch zusätzlich Stress und Kummer. 

DENN genau wie Ärzte eine Diagnose stellen müssen, bevor sie eine Therapie empfehlen, müssen wir die URSACHE unseres Schmerzes ergründen, bevor wir überlegen können, wie wir am besten damit  umgehen. 

Magen: Ich habe etwas nicht verdauen können....

Magersucht/ Bulimie: Ich möchte am liebsten alles  zurück geben, was das Leben in mich hineingestopft hat 

Zähne: Ich wollte einen zu großen  Happen auf einmal verspeisen und hätte fast meinen  gesamten Verdauungsapparat kaputt gemacht. 

Entzündung = unterdrückter Kampf, es hat  sich was entzündet und ich habe es nicht löschen können.....


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