Mittwoch, 22. Februar 2017

Sachwalterschaft und Psychotherapie: Das Selbstfürsorge-Defizit des Kuranden

Sechstes Hauptstück

Von der Sachwalterschaft, der sonstigen gesetzlichen Vertretung und der Vorsorgevollmacht

Voraussetzungen für die Bestellung eines Sachwalters oder Kurators

a) für behinderte Personen;

§ 268.
(1) Vermag eine volljährige Person, die an einer psychischen Krankheit leidet oder geistig behindert ist (behinderte Person), alle oder einzelne ihrer Angelegenheiten nicht ohne Gefahr eines Nachteils für sich selbst zu besorgen, so ist ihr auf ihren Antrag oder von Amts wegen dazu ein Sachwalter zu bestellen.
(2) Die Bestellung eines Sachwalters ist unzulässig, soweit Angelegenheiten der behinderten Person durch einen anderen gesetzlichen Vertreter oder im Rahmen einer anderen Hilfe, besonders in der Familie, in Pflegeeinrichtungen, in Einrichtungen der Behindertenhilfe oder im Rahmen sozialer oder psychosozialer Dienste, im erforderlichen Ausmaß besorgt werden. Ein Sachwalter darf auch dann nicht bestellt werden, soweit durch eine Vollmacht, besonders eine Vorsorgevollmacht, oder eine verbindliche Patientenverfügung für die Besorgung der Angelegenheiten der behinderten Person im erforderlichen Ausmaß vorgesorgt ist. Ein Sachwalter darf nicht nur deshalb bestellt werden, um einen Dritten vor der Verfolgung eines, wenn auch bloß vermeintlichen, Anspruchs zu schützen.
(3) Je nach Ausmaß der Behinderung sowie Art und Umfang der zu besorgenden Angelegenheiten ist der Sachwalter zu betrauen
  • 1. mit der Besorgung einzelner Angelegenheiten, etwa der Durchsetzung oder der Abwehr eines Anspruchs oder der Eingehung und der Abwicklung eines Rechtsgeschäfts,
  • 2. mit der Besorgung eines bestimmten Kreises von Angelegenheiten, etwa der Verwaltung eines Teiles oder des gesamten Vermögens, oder,
  • 3. soweit dies unvermeidlich ist, mit der Besorgung aller Angelegenheiten der behinderten Person.
(4) Sofern dadurch nicht das Wohl der behinderten Person gefährdet wird, kann das Gericht auch bestimmen, dass die Verfügung oder Verpflichtung hinsichtlich bestimmter Sachen, des Einkommens oder eines bestimmten Teiles davon vom Wirkungsbereich des Sachwalters ausgenommen ist.
http://www.ratg.at/gesetze/gesetz/ABGB/268/10001622/NOR40146874/

Fassung bis 31.01.2013


Kommentar: Da ein Richter, eine Richterin nur aufgrund eines psychiatrischen Gutachtens die Sachwalterschaft errichten kann, stellt sich die Frage, ob der Sachwalter, die Sachwalterin die PFLICHT hat, psychiatrische Behandlung bzw. Psychotherapie zur Verfügung zu stellen. 
Da manche Mitglieder von Sekten dermaßen indoktriniert sind, dass sie jegliche Staatsgewalt bzw. Psychotherapie ablehnen, wäre es die Pflicht des Sachwalters dieses Selbstfürsorge-Defizit zu reduzieren und Geld (aus dem Vermögen des Mündels) für psychiatrisch-psychologische Betreuung zur Verfügung zu stellen - bzw. wäre eventuell eine Trauma-Therapie aus Amtsgeldern zu bezahlen! 
Hier nochmals die wichtigsten Psycho-Therapie-Richtungen: 
https://de.wikipedia.org/wiki/Psychotherapie

Berechtigt zur Ausübung von Psychotherapie im Sinne der Heilkunde sind für Erwachsene
und für Kinder und Jugendliche

Hauptformen der Psychotherapie


Verhaltenstherapien


basieren in der Regel auf dem Modell der klassischen oder der operanten Konditionierung. Sie haben zum Ziel, eine Extinktion (Löschung des problematischen Verhaltens), Gegenkonditionierung (Aufbau alternativer Reaktionen) oder Habituation (Gewöhnung an den zuvor reaktionsauslösenden Reiz) zu erreichen. Häufig werden den Patienten konkreten Methoden an die Hand gegeben, die ihnen dabei helfen sollen, ihre Probleme zu überwinden. Angestrebt wird auch die Ausbildung und Förderung von Fähigkeiten (z. B. Selbstsicherheitstraining) und die Ermöglichung einer besseren Selbstregulation. Beispielsweise versucht die kognitive Verhaltenstherapie, dem Betroffenen seine Gedanken und Bewertungen verständlich zu machen, diese gegebenenfalls zu korrigieren und in neue Verhaltensweisen umzusetzen.

Exkurs: Engramm Löschen: Engramme sind störende Schmerz-Zustände (angeblich auch aus früheren Inkarnationen) die den Patienten daran hindern vollkommen glücklich und "geklärt" zu werden. Die Engramme (eigentlich Traumata) sind angeblich auf einer ZEITSPUR genau aufgezeichnet und können durch audit-Verfahren beseitigt werden (gelöscht werden). Geschieht dies nicht, kommt es zu psychosomatischen und anderen Krankheiten. Ende Exkurs

Anmerkung Trainingsroutine (diese ist bei akuter Psychose nicht zu empfehlen und sollte vom Sachwalter, der Sachwalterin für den psychisch kranken Kuranden - egal welcher Sekte er/ sie angehört - verweigert werden. 

Stundenlanges gegenseitiges Gegenüber-Sitzen - in die Augen starren, um unempfindlich für äußere Reize zu werden! Überwinden von biologischen Schranken durch enges Aneinander-Sitzen und Stehen 

Siehe 

http://meiliabeweanastodt.blogspot.co.at/2012/11/schauplatz-straenbahnlinie-49-eine.html

Psychodynamische Verfahren


Im Rahmen von psychodynamischen Verfahren wie der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie sowie der Psychoanalyse findet eine Auseinandersetzung mit unbewussten, in der Lebensgeschichte – meist in der Kindheit – grundgelegten Motivationen und Konflikten statt. Das Ziel ist hierbei, ein tieferes Verständnis des eigenen Selbst zu erreichen sowie Hintergründe und Ursachen von bestehendem Leid zu klären, damit dieses aufgelöst oder abgeschwächt werden kann.

Psychotherapieverfahren


Es gibt eine Vielzahl von Schulen und Methoden der Psychotherapie, von denen einige nur noch historisch bedeutsam sind, aber kaum noch angewandt werden. Bei vielen Methoden handelt es sich um Weiterentwicklungen, Spezialisierungen oder Abspaltungen. Nicht alle Ansätze nehmen in Anspruch, zur Heilung psychischer Störungen beitragen zu können. Einige Methoden wurden nicht für die Psychotherapie konzipiert, sondern für Beratung oder als Selbsterfahrungstechnik. Die Rolle der einzelnen Methoden im Gesundheitswesen der deutschsprachigen Länder ist sehr unterschiedlich.

RichtungMethodeGründerDeutschlandÖsterreichSchweiz
analytischPsychoanalyseSigmund FreudSymbol OK.svgSymbol OK.svgSymbol OK.svg
IndividualpsychologieAlfred AdlerSymbol OK.svgSymbol OK.svgSymbol OK.svg
Analytische PsychologieC. G. JungSymbol OK.svgSymbol OK.svgSymbol OK.svg
GruppenpsychoanalysePrattBurrowSchilderSymbol OK.svgSymbol OK.svgSymbol OK.svg
tiefenpsychologischAutogene PsychotherapieJohannes Heinrich Schultz
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DaseinsanalyseLudwig Binswanger
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Dynamische GruppenpsychotherapieRaoul Schindler
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HypnosepsychotherapieMilton Erickson(1)Symbol OK.svgSymbol OK.svg
Katathym-Imaginative PsychotherapieHanscarl LeunerSymbol OK.svgSymbol OK.svgSymbol OK.svg
Konzentrative BewegungstherapieGindlerStolzeCserny
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TransaktionsanalyseEric Berne
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humanistischLogotherapie und ExistenzanalyseViktor Frankl
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GestalttherapiePerlsPerlsGoodman
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GesprächspsychotherapieCarl R. Rogers(2)Symbol OK.svgSymbol OK.svg
PsychodramaJakob L. Moreno
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behavioral(klassische) VerhaltenstherapieThorndikeWatsonSkinner u. a.Symbol OK.svgSymbol OK.svgSymbol OK.svg
kognitivkognitive VerhaltenstherapieEllisBeckKanferLazarus u. a.Symbol OK.svgSymbol OK.svgSymbol OK.svg
systemischSystemische TherapieSatirHaleyJackson u. a.(2)Symbol OK.svgSymbol OK.svg
kombinatorischIntegrative TherapieHilarion Petzold
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Gestalttheoretische PsychotherapieHans-Jürgen Walter
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humanistischNeuro-Linguistische PsychotherapieSchütz, Karber, Jelem u. a.
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körperorientiertBioenergetische AnalyseWilhelm ReichAlexander Lowen
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BiosyntheseDavid Boadella
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Körperpsychotherapieverschiedene Schulen
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kunstorientiertKunst- und ausdrucksorientierte Therapienverschiedene Schulen
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Musiktherapieverschiedene Schulen

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