Erinnerungen einer Klo-schülerin:
Drei Mal vor der Klasnic-Kommission
Es habe Jahrzehnte gedauert, bis er sich seinen Missbrauchserfahrungen habe stellen können, ohne die Täter zugleich in Schutz zu nehmen, erklärt Josef Haslinger. Heute, da die Beteiligten tot seien, sei es ihm endlich möglich, sich dem Thema ohne falsche Rücksichtnahme zu stellen.
Der Schriftsteller hat zuletzt auch einen Schritt gewagt, vor dem er lange Zeit zurückgeschreckt war: Drei Mal hat Haslinger in den letzten Monaten vor der „Unabhängigen Opferschutzkommission“ der österreichischen Bischofskonferenz, der sogenannten „Klasnic-Kommission“, ausgesagt. Am 21. Jänner 2020, rechtzeitig zum Erscheinen des Buchs, wurde dem Schriftsteller von der Opferschutzkommission eine Entschädigung von 10.000 Euro zugesprochen – eine Höhe, die knapp über der untersten Entschädigungsstufe liegt. Eine Entscheidung, die der Schriftsteller „zur Kenntnis“ nimmt: „Für die zweite Stufe, für die 15.000 Euro vorgesehen sind, bin ich wohl zu wenig traktiert worden.“
DA SCHLOGTS ES:
Christian Pilnacek (* 30. November 1962 in Wien[1]; † 19. oder 20. Oktober 2023 in Rossatz-Arnsdorf) war ein österreichischer Jurist und über zehn Jahre hoher Beamter im österreichischen Justizministerium. Nach dessen Reorganisation wurde er Sektionschef der Sektion IV „Strafrecht“.[2] Ab Februar 2021 war er wegen des Verdachts auf Verrat von Amtsgeheimnissen suspendiert. Ende Zitat Wikipedia
Die Schwarze Heuchelei:
In Rossatz-Arnsdorf in der Wachau tot aufgefunden
Später sei Pilnacek tot aufgefunden worden. Wie die NÖN in Erfahrung bringen konnte, war das in der Gemeinde Rossatz-Arnsdorf, wo Pilnacek mit seiner Partnerin einen Nebenwohnsitz hatte. Bekannten gegenüber hatte er zuletzt bereits angedeutet, dass er seine Situation bald nicht mehr durchstehen werde. Eine Obduktion des Leichnams wurde von der Staatsanwaltschaft Krems angeordnet. Das Landeskriminalamt Niederösterreich hat Ermittlungen aufgenommen.
Waren in Rossatz die Akten gelagert, die Pilnacek in Jahrzehnten sammelte? Wer hat sie mitgenommen? Um welche Partnerin handelt es sich?
Siehe dazu:
STANDARD: Ich frage, weil es ungewöhnlich schwierig ist, Privates über Sie zu erfahren. Sie kommen aus einer katholisch-konservativen Familie, Ihr Vater war Verwaltungsdirektor des Hauses der Barmherzigkeit, einer Pflegeinstitution der Kirche, er ist beim Cartellverband und beim christlich-ritterlichen Lazarus-Orden.
Pilnacek: Ich bin nicht unzufrieden, wir haben einiges erreicht. Aber es gibt immer wieder Phasen, in denen die Justiz nicht so gut dasteht, das hängt von äußeren Umständen ab. Gerade jetzt sind zwei Strafverfahren schiefgelaufen, die Causen Schönegger (Verdacht der verdeckten Parteispende an die ÖVP durch die Telekom, Anm.) und Ronnie Leitgeb (Villa Esmara, Verdacht der Untreue gegenüber der Immofinanz). Beide mussten in einem zweiten Rechtsgang wiederholt werden, und letztlich gab es Freisprüche. Bei Schönegger hätte der Oberste Gerichtshof den Schuldspruch aufheben und gleich einen Freispruch fällen können, statt die Wiederholung des Verfahrens zu verfügen. Aber natürlich sind die Gerichte unabhängig in ihrer Entscheidung.
Ronald „Ronnie“ Leitgeb (* 13. Mai 1959 in Mödling, Niederösterreich; † 16. Februar 2022 in Kitzbühel, Tirol[1]) war ein österreichischer Tennistrainer. Leitgeb hatte seine größten Erfolge als Trainer von Thomas Muster, der ehemaligen Nummer eins der Tenniswelt.
STANDARD: Im Gymnasium in Wien-Ottakring: Haben Sie da viel mit Ihrem Schulsprecher Christian Oxonitsch gestritten, dem heutigen Noch-Klubchef der Wiener SPÖ?
Pilnacek: Wir haben politische Diskussionen geführt und waren verschiedener Ansicht. Für mich war die damals, 1983, zu Ende gehende SPÖ-Alleinregierung Bruno Kreiskys auch ein Zeichen für Versteinerung. Sie hatte 1970 mit großen Ideen begonnen, da ist gesellschaftspolitisch viel Notwendiges geschehen. Aber am Ende zeigten sich Verfallserscheinungen, ich erinnere nur an die Skandale um Noricum und Intertrading.
STANDARD: Mähen Sie daheim eigentlich den Rasen? Ihre Frau lebt in Graz, Sie verbringen jedes Wochenende dort.
Pilnacek: Ich lebe in Graz und arbeite in Wien. Und nein, ich bin kein Gartenarbeiter.
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