Sonntag, 5. September 2021

Am Anschlag - die Macht der Kränkung

Die Macht der Kränkung (Kreative Verarbeitung der Lebenskränkungen)

Hohe Kunst der Darstellung: ich persönlich bin natürlich auch oft in meinem Leben gekränkt/ schwer gedemütigt worden: wie eine Schwerverbrecherin (von den Verbrechern) von meinem Arbeitsplatz im Bundesrechenzentrum (nach Top-Ausbildung als Sap-Beraterin im 2. Bildungsweg) unter höhnischem Gelächter von "Kollegen" abgeführt zu werden und dann noch 2 Mal entmündigt werden (von den Verbrechern) Die Bank sagte dann zu mir (der Bankdirektorstochter) "Mit Mündeln verhandeln wir nicht".
Nach außen hin mag meine copy-Strategie wie ein religiöser Wahn erscheinen: Jedoch kenne ich das Letzte Buch der Bibel sehr gut und proklamiere seit Jahren die Stelle aus dem Römerbrief Kapitel 8: "alles wirkt zum Guten mit"
So sehe ich alles als Zurüstung und Glaubensprobe, was mich natürlich auch durch die Coronazeit begleitet hat. Ich glaube fest daran, dass jetzt Erntezeit ist und jeder seine Rechnungen bekommt. Die Welt ist ein Energiesystem (Zitat Petra Füg-Steinacker) und es wird nach Ausgleich (in kleinen und großen Gruppen) gestrebt: Jeder erntet was er/ sie gesät hat. Besonders auch die SerienmörderInnen, SatanistInnen und MilliardenbetrügerInnen.
Jedenfalls bin ich heute auf das #Finale gespannt: Ich bin zwar nicht so ein großer Fan von Primarius Haller, aber das mit der Kränkung hat er schon richtig erkannt. Das ist sein Verdienst.
Man sollte die Kränkungen kreativ verarbeiten, ich z.B. habe mich durch meine blogs aus den Entmündigungen und Fair Games heraus geschrieben. Kein Sachwalter dieser Welt will mit Serienmorden in den Ministerien und Milliardenbetrug rund um den österreichischen Bundeshaushalt in Verbindung gebracht werden. Wichtig ist daran zu glauben, dass man ein Recht auf ein gutes Leben hat: ich persönlich habe schon während meiner Studienzeit ein Praktikum und Exkursionen nach Graz-Karlau und bei all den Demütigungen, die ich erfahren musste, habe ich immer gewusst: Da komm ich NIE hin, nämlich ins Gefängnis.


Am Anschlag – Die Macht der Kränkung (Arbeitstitel und Titel im ORF: Die Macht der Kränkung[1]) ist eine deutsch-österreichische Fernsehserie von Umut Dağ mit Murathan MusluJulia KoschitzJohanna Wokalek und Antje Traue. Die Drehbücher von Agnes Pluch beruhen auf der Grundidee des Sachbuches Die Macht der Kränkung von Reinhard Haller.[1] Die Erstausstrahlung der sechs Folgen erfolgte auf ZDFneo am 24. und 25. August 2021 mit je drei Episoden. Die komplette Miniserie wurde vorab am 20. August in der ZDFmediathek veröffentlicht.[2][3][4] Im ORF soll die Serie erstmals am 29. August und am 3. und 5. September 2021 jeweils in Doppelfolgen gezeigt werden.[5][6] Auf Flimmit wurde die Serie am 22. August 2021 veröffentlicht




Kern der Serie ist ein Amokszenario in einem Einkaufszentrum sowie die Vorgeschichte dazu. In jeder Episode wird je eine Figur in den Fokus gestellt, deren Schicksal und Kränkungen. Diese Figuren geraten immer mehr in einen Ausnahmezustand und könnten so zum Täter werden. Die Hauptfiguren werden eine Woche vor dem Ereignis abgeholt und bis zum Tag X begleitet. Im Laufe der Serie kristallisieren sich die Verbindungen zwischen den einzelnen Erzählsträngen heraus. Schnittpunkt ist das Einkaufszentrum, wo sich unterschiedliche Menschen verschiedener Gesellschaftsschichten und Altersgruppen begegnen.


In memoriam der vielen Amokläufe in Österreich und ihrer Opfer 


Fünffach-Mörder aus Hietzinger Idylle

13. Mai 2008 (Dienstag nach Pfingsten) 

Der mutmaßliche Fünffach-Mörder lebte hinter der mondänen Fassade des Nobel-Bezirks ein unauffälliges Leben. Nachbarn kannten den SP-Parlamentsmitarbeiter kaum. Tatmotiv: Schulden.

14.05.2008 | 18:31 | KLAUS STÖGER UND ANDREAS WETZ, Die Presse

Mag. Reinhard Steinbauer, SPÖ-Parlamentsangestellter 

Die Neue-Welt-Gasse im Wiener Nobel-Bezirk Hietzing ist kein Ort, an dem man an schwere Gewaltverbrechen denkt. Seit Mittwochmorgen ist das anders. Hier, hinter den gepflegten Fassaden einer der teuersten Wohngegenden Wiens, soll der 39-jährige Reinhard S. Frau und Tochter ermordet haben. Erschlagen. Mit einer Axt. Von hier aus soll er auch nach Oberösterreich gefahren sein, um dort anschließend Eltern und Schwiegervater zu töten.

Warum, weiß noch niemand so genau. Angeblich hatte S. Schulden. Klar ist bis jetzt nur der Tathergang. Es ist Dienstag nach Pfingsten. Natalie, die siebenjährige Tochter des Ehepaares S., hat noch schulfrei. Irgendwann zwischen sieben und acht Uhr Früh greift S. zu einem Beil. Eine „neuwertige Axt“, wie die Polizei später feststellt. S. erschlägt seine Frau (42), eine Beamtin des Finanzministeriums, erschlägt die gemeinsame Tochter, die Nachbarn oft gemeinsam mit ihrem „nach außen hin sehr fürsorglichen Vater“ auf dem großen Balkon mit dem Gartenzwerg haben spielen sehen.

Hat die Siebenjährige gar noch versucht, ihrem Vater, der sie mit der Axt verfolgte, zu entkommen? Der Schluss scheint zulässig, die Polizei findet die Leiche des Mädchens nämlich in einem Schrankraum. S. deckt den leblosen Körper mit einer Decke zu. Die Leiche seiner Frau finden die Ermittler später im Badezimmer. Danach schließt S. die Wohnungstür im zweiten Stockwerk des Hauses, steigt in sein Auto und fährt nach Oberösterreich.

„Ein geflissentlicher Mitarbeiter“

In Ansfelden, einer 16.000 Einwohner-Stadt an der Westautobahn, leben seine Eltern. Die Mutter (69) öffnet S. die Tür. Ihr Sohn attackiert sie sofort mit der Axt, tötet sie im Flur. Sein 72-jähriger Vater bekommt nichts mit. Er ist im Wohnzimmer vor dem TV-Gerät eingeschlafen. S. erschlägt ihn im Fernsehsessel. Es ist 13 Uhr, im Fernsehen läuft die Mittags-ZiB. Bei den Leichen wird später ein Brief gefunden. Darin entschuldigt sich S. für seine Tat.



Er bleibt noch einige Zeit in der Wohnung. Am Abend verlässt S. Ansfelden und fährt in das wenige Kilometer entfernte Linz, wo sein 80-jähriger Schwiegervater lebt. Der Witwer öffnet ihm die Tür – und wird sofort erschlagen. Auch diese Leiche deckt S. mit einer Decke ab. Auch hier lässt er einen Brief zurück.

Nachdem er die Wohnung verlassen hat, fährt er für Stunden ziellos durch die Gegend. In einem Wald versucht er sich zu erhängen. Und scheitert. Gegen drei Uhr ist er wieder in Wien – in Hietzing. Er fährt mit dem Auto bei einer Polizeiinspektion vor, die nur wenige Meter von jener Wohnung entfernt liegt, in der das Unglück begann. Es ist 3.30 Uhr, als er den diensthabenden Beamten seine Taten gesteht. Im Auto vor der Polizeiinspektion finden die Fahnder die Tatwaffe, eine blutverschmierte Axt.



Reinhard S. wird am Mittwoch stundenlang vernommen. Er kooperiert mit den Ermittlern. Er spricht mit ihnen über seine Taten. S. wirkt, wie Chef-Ermittler Thomas Stecher sagt, „überhaupt nicht verwirrt, fast emotionslos“. Er rede sachlich, höre sich die Fragen der Ermittler genauestens an. Als Motiv gibt er an, er fühle sich durch riskante Aktien-Spekulationen finanziell ruiniert. Zuletzt musste er Angehörige um Geld bitten. Die Schmach, alles Geld – die Polizei spricht von einem sechsstelligen Euro-Betrag – bei Finanzgeschäften verloren zu haben, wollte er der Familie ersparen, sagt er.

S. ist PR-Berater, studierter Publizist. 1997 hatte er einen Werkvertrag am Renner-Institut, zuletzt war er parlamentarischer Mitarbeiter der SPÖ-Nationalratsabgeordneten Erwin Spindelberger, Erwin Kaipel, Karl Dobnigg und Walter Schopf, bereitete Reden und Aussendungen vor, beriet sie bei der Öffentlichkeitsarbeitsarbeit.

Spindelberger bezeichnet S. als „sehr geflissentlichen Mitarbeiter, der nichts über sein Privatleben erzählte“. Das letzte Mal sah er ihn am Donnerstag vor Pfingsten. „Und glauben Sie mir, ich habe heute lange überlegt, ob mir im Nachhinein etwas an ihm auffällt. Die Antwort lautet Nein.“

Verdächtiger selbstmordgefährdet

Im Mehr-Parteien-Haus in der Neue-Welt-Gasse, wo gleich an mehreren Türschildern ein „DDr.“ dem Namen vorangestellt ist, kannte man die „unauffällige Familie S. nur vom Sehen“. Die meisten Wohnungseigentümer leben schon Jahrzehnte hier, die junge Familie S. zog erst vor wenigen Jahren ein. Christine Glotzmann, die unmittelbar neben der Tatort-Wohnung wohnt, beschreibt die Distanz innerhalb der Hausgemeinschaft so. „Jeder hier lebt sein eigenes Leben.“

Zumindest die Polizei schenkt Reinhard S. jetzt besondere Aufmerksamkeit. Es besteht Suizidgefahr, heißt es.

https://www.krone.at/106328

Der Ansfeldener Polit-Berater und Hacken-Killer, der seine Frau, sein Kind, seine Eltern und zuletzt auch noch seinen Linzer Schwiegervater erschlagen hat, ist nicht völlig verrückt, sondern voll schuldfähig: Mit diesem Gutachten der Psychiaterin Dr. Sigrun Roßmanith blüht nun Mag. Reinhard Steinbauer (39) wohl lebenslange Haft.





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