Schlagen Sie jetzt eine neue Seite in Ihrem Tagebuch der Vergebung auf und erzählen Sie eine ANDERE GESCHICHTE:
Erzählen Sie aus IHRER SICHT die Geschichte jener Person, die SIE verletzt hat, entmündigen hat lassen, denunziert hat, fristlos entlassen hat, sadistisch gequält hat, missbraucht hat.....
Versuchen Sie Mitgefühl zu entwickeln - ohne zu dissoziieren:
Der Begriff Dissoziation bezeichnet das (teilweise bis vollständige) Auseinanderfallen von psychischen Funktionen, die normalerweise zusammenhängen. Betroffen von dissoziativer Abspaltung sind meist die Bereiche Wahrnehmung, Bewusstsein, Gedächtnis, Identität und Motorik, aber manchmal auch Körperempfindungen.
Bei der dissoziativen Amnesie (F44.0) fehlen der betreffenden Person ganz oder teilweise Erinnerungen an ihre Vergangenheit, v. a. an belastende oder traumatische Ereignisse. Die Amnesie geht weit über das Maß der normalen Vergesslichkeit hinaus, d. h. dauert länger an oder ist stärker ausgeprägt. Das Ausmaß der Amnesie kann jedoch im Verlauf schwanken. Es können sich auch Erinnerungen vermischen und dadurch verfälscht werden. Der Betroffene kann dann nicht unterscheiden, ob Erinnerungen wahr sind oder nicht.
Depersonalisation: Hierbei handelt es sich um eine Veränderung der Selbstwahrnehmung: die Person fühlt sich fremd im eigenen Körper – sie beobachtet sich von außen. Dabei reagieren die Personen völlig angemessen auf ihre Umwelt. Allerdings können Sinneswahrnehmungen oder auch Körpergefühle wie Hunger und Durst gestört sein.
Übung (nicht einfach): Die Geschichte des anderen erzählen
Bei dieser Übung versetzen Sie sich in die Lage des anderen (Täters, Entmündigers, Missbrauchstäterin, sadistischen Pflegschaftsrichter...)
Fühlen Sie sich einen Moment lang nicht als Opfer, sondern werden Sie als Detektiv tätig.
Welche Motive hatte die Person - zum Beispiel für die Bestellung der 11 Jahre rückwirkenden Entmündigung? WOVOR hatte sie ANGST?
Was wollte sie mit dem Delikt erreichen?
Die meisten Menschen betrachten sich nicht als schlechten Menschen per se. Praktisch niemand wacht morgens auf und denkt: "Heute bin ich mal so richtig fies".
Leute können egoistisch, gedankenlos, faul, ängstlich, einsam, verzweifelt oder wütend sein.
Aus allen möglichen Gründen tun sie vielleicht die schrecklichsten Dinge, fast aber nie EINFACH SO.
Die Suche nach den Motiven (z.B. Entmündigung z.B. als Vermeidung zur Zeugenaussage in einem Prozess oder einfach aufgrund Gehorsam nach Stasi-Befehl) hilft, die TAT als etwas Bedeutenderes zu sehen, als sinnhaftes Narrativ in einem größeren Zusammenhang.
Fallbeispiel: In einem Lehrgang für Weltreligionen demütigte mich eine Teilnehmerin aufs Äußerste. Ihre Triebfeder war, dass sie mich aus dem Lehrgang ekelt, damit sie ihren Verlobten ganz für sich alleine hatte. Sie war nämlich krankhaft eifersüchtig und konnte es kaum ertragen, wenn dieser nur mit mir sprach. Vermutlich gefiel ich ihm und das machte sie wütend. Sie schaffte es, mich aus dem Lehrgang zu ekeln - durch unsagbar raffiniertes Dauermobbing und Quälen: z.B. Du hast KEIN RECHT Dir einen Platz zu reservieren. Wenn ich von den Vortragenden kritisiert wurde, grinste sie hämisch. Sie ist eine sehr hässliche Person, schaffte es aber, den Auserwählten zu ehelichen. Glücklich ist sie nicht geworden, weil sie versuchte, ihr Glück auf dem Unglück anderer aufzubauen. Ihr Mann hatte eine andere verlassen (müssen) ihretwegen. Diese Energien wirken nach und die krankhafte Eifersucht (deren Opfer ich wurde, obwohl mir ihr Auserwählter keineswegs gefiel) macht alles viel schlimmer, besonders in Partnerschaften und Dreibeziehungen. Der Schaden für mich war aber enorm - andererseits auch nicht, weil ich mich beruflich umorientierte und mit Religionswissenschaften nichts mehr zu tun haben wollte - angesichts so schwer gestörter Personen, die in diesem Umfeld arbeiteten.
Ende Fallbeispiel:
Fortsetzung: Die Geschichte des anderen erzählen: (Kitty Gulisborough)
Eines der besten Werkzeuge, die uns Menschen zur Verfügung stehen, ist das Wissen um unsere Fähigkeit zur Veränderung von Narrativen.
Wir können jedes Geschehnis genau so erzählen, wie wir mögen. Und wir dürfen jede Geschichte so groß üppig und mitfühlend gestalten, wie wir sie gern hätten.
https://kurier.at/politik/inland/peter-pilz-der-falschaussage-im-u-ausschuss-beschuldigt/402065212
https://exxpress.at/knalleffekt-justiz-ermittelt-gegen-peter-pilz-wegen-falschaussage/
https://www.washingtonpost.com/national-security/2022/07/05/austria-russia-infuence/

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