Besonderer Dank gilt folgenden Autoren: Indem sie ihre Geschichte erzählen, machen sie auch anderen in der Jugend missbrauchten Menschen Mut, alles zu erzählen, aufzuarbeiten. Viele sind misstrauisch, wenn sie ihre Geschichte einem Therapeuten erzählen, sodass dieser dann sagt:
Sie gehören ja entmündigt oder eingesperrt! Heute ist es jedem möglich seine Geschichte zu erzählen, man braucht keinen Verlag, keinen Lektor oder Lektorin, kein Papier verschwenden. Die modernen Kommunikationsmöglichkeiten machen es möglich, alles in eine pdf-Datei zu verpacken, sodass sich jeder alles durchlesen kann. So kann man den Sprachlosen eine Sprache geben, den Mundtot gemachten (Entmündigten) MUT machen.
Josef Haslinger
Wolfgang Treitler
Rudolf Haspl
»Nie habe ich von Pater G. erzählt, aus Angst, man könne mir anmerken, dass ich sein Kind geblieben bin.«
»Meine Eltern hatten mich der Gemeinschaft der Patres anvertraut, weil mich dort das Beste, das selbst sie mir nicht geben konnten, erwarten würde. Ich habe sie heimlich oft verflucht, weil sie mich nicht darauf vorbereitet hatten, was dieses Beste sei ...« Als Zehnjähriger wurde Josef Haslinger Schüler des Sängerknabenkonvikts Stift Zwettl. Er war religiös, sogar davon überzeugt, Priester werden zu wollen, er liebte die Kirche. Seine Liebe wurde von den Patres erwidert. Erst von einem, dann von anderen.
Ende Februar 2019 tritt Haslinger vor die Ombudsstelle der Erzdiözese Wien für Opfer von Gewalt und sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche. Dreimal muss er seine Geschichte vor unterschiedlich besetzten Gremien erzählen. Bis der Protokollant ihn schließlich auffordert, die Geschichte doch bitte selbst aufzuschreiben.»Nie habe ich von Pater G. erzählt, aus Angst, man könne mir anmerken, dass ich sein Kind geblieben bin.«
Ende Februar 2019 tritt Haslinger vor die Ombudsstelle der Erzdiözese Wien für Opfer von Gewalt und sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche. Dreimal muss er seine Geschichte vor unterschiedlich besetzten Gremien erzählen. Bis der Protokollant ihn schließlich auffordert, die Geschichte doch bitte selbst aufzuschreiben. Ende Zitat Haslinger MEIN FALL.

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